Udo-Klopke-Band mit enormer Bandbreite

von Redaktion

Die drei Musiker überzeugen bei ihrem Auftritt im Wirtshaus „Beim John“

Obing – Etwas schwierig einzuordnen war der Musikstil der Udo-Klopke-Band, die sich im Gasthaus „Beim John“ die Ehre gaben. Doch kurzweilig und sehr gut gemacht waren sie allemal die Musikstücke. Udo Klopke (Songwriter, Gitarre, Gesang), Markus Bender (Bass) sowie Jan Wienstroer am Schlagzeug gaben überwiegend Eigenkompositionen zum Besten – Ausnahmen bestätigen die Regel: „Penny Lane“ von den Beatles als Solo von Klopke, „Superstitious“ von Stevie Wonder, „Sultans of Swing“ von den Dire Straits und – wie Klopke betonte – als Betthupferl „Every Breath you take“ von Police. Das war übrigens die einzige Zugabe, die das Trio zu später Stunde rausrückte.

Doch davor gab’s ja reichlich Songs vom Feinsten. Die klare Stimme Klopkes ist eher in den höheren Tönen beheimatet. Die abgenutzte Gitarre, eine Fender „stratocaster“ hat er richtig gut im Griff. Klopke arbeitete bereits mit Marla Glen oder Seal zusammen. Schlagzeuger Wienstroer sowie Bassist Bender bedienten ihre Instrumente ebenso unaufgeregt wie professionell. Mit ordentlichem Druck ging’s bei „Long distance runner“ weiter mit dem Stück „Soul“, dann gab es Reggae, den gediegener Rock ablöste.

Die Bandbreite der Band war gewaltig, nie langweilig, oft überraschend von ruhigen Anfängen zum fetzigen Ausklang der Stücke. Nach „The Pirate’s Son“ (2015) ist jetzt die neue CD mit dem Titel „Make me an offer“ erschienen. Etliche der neuen Songs wurden im Biergarten vorgestellt. Fazit: Ein besonderes, abwechslungsreiches Hörerlebnis mit gut gelaunten Vollblutmusikern.

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