Dorfen/Isental – Neun Künstlerinnen und Künstler im Isental öffnen am Samstag und Sonntag, 21. und 22. September, wieder ihre Ateliers für Besucher. Zum fünften Mal schon lädt „isental open art“ das kunstinteressierte Publikum zu einem Besuch in ihre Ateliers und Werkstätten ein.
Skulpturen, fragil
wie ein Bleistift
Man kann die Tour an verschiedenen Enden starten. Beginnt man in Grüntegernbach, empfangen Hannelore Stephani und Peter Breth die Besucher. Stephani malt und schafft Skulpturen und Plastiken. Für sie ist Kunst die Auseinandersetzung mit den Materialien Holz, Marmor und Farben. Das kreative Schaffen gibt ihr sowohl Kraft und Energie als auch Entspannung.
Breth ist ein auf vielen Gebieten versierter Künstler. Von sich selbst sagt er, er sei kreativ, seit er einen Bleistift halten kann. Viele Techniken hat er sich autodidaktisch erworben. In Dorfen laden drei Künstler ein: Albin Zauner empfängt die Besucher in seiner neuen Werkstatt. Er ist ein tiefgründiger Zeichner und erschafft Skulpturen, die mitunter so fragil wirken, wie ein dünner Bleistiftstrich. Andrea Cordes-Thalmeier erwartet die Besucher in ihrem „KunstReich“, einem ehemaligen Ladengeschäft in der Altstadt, wo sie kreative Kunstkurse gibt. Ihre eigenen Werke sind ebenso vielfältig und weder in Material, noch Form oder Genre festzulegen. Nach eigener Aussage macht ihr „alles, von abstrakt bis gegenständlich, Zeichnung, Malerei oder Mischtechniken, großformatig oder ganz klein, auf Holz, Papier oder Leinwand Spaß“. Maria Weber zeigt allen Kunstinteressierten ihr neues Atelier in der ehemaligen Ziegelei am Bahnhof. Sie stellt hier ihre Bilder und Objekte aus. Im Mittelpunkt ihres Schaffens stehen groß- und kleinformatige Bilder, in denen sie sich mit Natur, Umwelt und Mensch künstlerisch auseinandersetzt.
Mal streng,
mal traumhaft
Uschi Strick, die etwas außerhalb von Isen, im Höselsthal, auf einem Hof lebt, malt Bilder: mal streng konzipiert, mal Traumbilder aus unbekannten Bereichen. Ihre Skulpturen, überwiegend in Bronze gegossen, drücken zurückhaltende Stille und Konzentration aus. „Meine Skulpturen sind inspiriert von Eindrücken afrikanischer Kultur. Mich beeindruckt das Handwerk der Künstler und die Abstraktion in ihren Arbeiten“, sagt die ausgebildete Malerin und Bildhauerin über ihre Skulpturen. Wer danach weiter zu Uwe Kloos nach Isen fährt, sieht schon am bunten, kraftvoll bemalten und geschnitzten Holzzaun, dass man sich einem Künstlerhaus nähert. Kloos schafft bei sich zu Hause Bilder, Collagen und Skulpturen.
Am Ende der Kunsttour kommt man zum Anwesen von Wiebke Kleinschmidt in Loipfing. Für die Besucher gibt es hier viel zu entdecken. Unter anderem imposante und beeindruckende Skulpturen, etwa ein wilder Haufen Pferde oder ein vor Kraft strotzender Stier. Èva Sárosi zeigt ihre abstrakten Arbeiten, die sie in kräftigen Farbflächen komponiert. Weiter sind Steinskulpturen mit strengen Linienführungen und Terracotta-Plastiken zu sehen. Insgesamt eine abwechslungsreiche Tour durch die unterschiedlichsten Künstlerwerkstätten im Isental.