Ein Stück Heimatgeschichte

von Redaktion

Wie eine „malerische“ alte Hütte mit Feuerglocke in Höpfling noch einmal zu Ehren kommt

Siegsdorf – Ein Stückchen Heimatgeschichte vom Landkreis Traunstein und seinem Wohnort Siegsdorf hat der Künstler Walter Angerer der Jüngere gleichsam zufällig geleistet. Bei seinen täglichen Spaziergängen von der Ortsmitte auf dem oberen Weg entlang der Traun Richtung Höpfling fiel ihm seit Jahren die kleine hölzerne Hütte mit einer Feuerglocke auf dem Dach nahe des großen Bauernhofes in Höpfling auf. Der Hof stammt aus dem Jahre 1861, wie die Inschrift über dem Eingang des mächtigen Gebäudes verrät. Die kleine Hütte dürfte demnach aus etwa der gleichen Zeit stammen.

Zuletzt hielten sich darin vor allem Jugendliche zum Tischtennis spielen auf. Fasziniert vom Anblick der Hütte, die auch an eine Kapelle erinnerte, zeichnete der Künstler das kleine Gebäude vor Ort mehrfach, so 2001, und die umliegenden Gebäude. Weil er den Anblick so liebte, malte Angerer die Hütte in ihrer naturbelassenen Umgebung auch in Öl und Acryl. Das Bild ist in Angerers besonderer künstlerischer Technik dargestellt, bei der derLichteinfall eine wichtige Rolle spielt. Auch der berühmte „Schicksalsvogel“ durfte nicht fehlen. Im vergangenen Winter stürzte die kleine Hütte durch die Last des schweren Schnees ein und ist nun bereits beinahe vollkommen zugewachsen, wie unser Foto zeigt. In den Bildern des Künstlers aber darf sie weiterleben.

Der in Bad Reichenhall geborene Walter Angerer absolvierte eine Ausbildung in Grafik und mehreren Sprachen in Salzburg, München und Paris. Anschließend war er als Texter, Designer, freischaffender Maler und Bildhauer, zuletzt auch als Komponist tätig. Seine Kunstwerke finden europaweit Beachtung. Das oben beschriebene Ölgemälde kann in Angerers Galerie im Schaumburger Schlössl besichtigt werden. fgl

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