Historische Wege des Salzes nachvollzogen

von Redaktion

Ausstellung beleuchtet „Siegsdorf und das weiße Gold“

Siegsdorf – In der Rathaus-Galerie in Siegsdorf ist derzeit eine Ausstellung zum Thema „Siegsdorf und das weiße Gold“ zu sehen. Zunächst wird ein kurzer Überblick über die Entstehungsgeschichte des Salzes gegeben. Reichenhall war mindestens seit dem sechsten Jahrhundert in Mitteleuropa die alleinige Salzerzeugungsstätte. Für den Salzhandel wurden römische Fernwege, das spärliche Straßennetz und auch Salzsaumwege genutzt. Kleinbauern, etwa aus der Pidinger Gegend, des Trauntales und des Samerbergs betätigten sich als Salzsäumer. Der Saumweg von Reichenhall über den Jochberg nach Weißbach wurde um 1587 ausgebaut und führte durch Inzell und Siegsdorf nach Traunstein, weiter über Seebruck, Prutting und Rosenheim nach München. 1785 wurde das Salzsäumergewerbe in Bayern verboten. Fotografien in der Ausstellung zeigen Ansichten der Salinenstädte Reichenhall (um 1800), Traunstein (um 1890) und Rosenheim (1958). Gezeigt wird auch ein Längsschnitt der ersten Pipeline der Welt, die Solefernleitung von Reichenhall nach Traunstein (Betrieb 1619 bis 1912). Ein weiteres Bild zeigt die Soleleitung Reichenhall-Rosenheim (1810-1958). Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Oktober zu sehen. Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 17 Uhr. fgl

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