Neubeuern – Ein umfangreiches Beethovenprogramm anlässlich des 250. Geburtstages des Komponisten steht im Mittelpunkt der Konzertsaison 2019/2020 auf Schloss Neubeuern. Aufgeführt werden Kompositionen von der Klassik über die Romantik bis hin zur Moderne mit zehn Konzerten, verteilt über ein ganzes Jahr. Zugleich feiert die Konzertreihe ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Festkonzert am 19. Oktober, bei dem das renommierte Belcea Quartett drei Streichquartette des Jubilars spielt.
Eröffnet wird die Konzertreihe am Samstag, 21. September von Marie-Elisabeth Hecker (Cello) und Martin Helmchen (Klavier) mit der „Suite Italienne“ von Igor Strawinsky, der Cellosonate in d-Moll op. 40 von Dmitri Schostakowitsch und der Cellosonate in g-Moll op. 19 von Sergej Rachmaninow. Hecker gewann 2005 den begehrten „Prix de Concours Rostropowitsch“ und hat seitdem eine steil aufsteigende Karriere gemacht. Ihr Ehemann Martin Helmchen, mit dem sie ein perfektes Duo bildet, ist seit dem Gewinn des „Concours Clara Haskil“ auch als Solist eine internationale Größe.
Das Festkonzert am 19. Oktober bestreitet das Belcea Quartett, das als eines der international führenden Ensembles gilt, mit Beethovens Streichquartett in D-Dur op. 18, Nr. 3, dem späten Streichquartett F-Dur op. 135 und dem e-Moll Streichquartett op. 59 Nr. 2. Am 16. November spielt Ragna Schirmer die Suite in g-Moll von Georg Friedrich Händel, die „Waldsteinsonate“ in C-Dur op. 53 von Beethoven, das c-Moll Scherzo op. 14 von Clara Schumann sowie von ihrem Ehemann Robert den Carnaval op. 9.
Das brillante französische „Trio Wanderer“ bringt am 30. November Haydns es-Moll Klaviertrio, das „Erzherzog Trio“ in B-Dur op. 97 von Beethoven und das a-Moll Klaviertrio von Maurice Ravel zum Erklingen.
Im neuen Jahr, am 18. Januar tritt das Mandelring Quartett auf, und spielt die Streichquartette in D-Dur p. 18 Nr. 3 und C-Dur op. 59 Nr. 3 von Beethoven sowie das dritte Streichquartett von Béla Bartók. Die junge französische Pianistin Lise de la Salle hat in wenigen Jahren eine weltweite Karriere gemacht. Am 15. Februar interpretiert sie “ Kompositionen von Debussy über Piazzolla bis Gershwin.
Vielfach ausgezeichnet mit Wettbewerbspreisen ist das Fauré Quartett. Es führt am 29. Februar zwei Stücke aus den „Etudes tableux“ von Rachmaninow, das Es-Dur Klavierquartett op. 47 von Schumann und das Klavierquartett Nr. 1 in c-Moll ihres Namensgebers auf. Am 4. April spielen Cellist Christian Poltéra und Pianist Oliver Triendl die zweite Beethoven-Cellosonate in D-Dur op. 102, die Cellosonate in E-Dur op. 121 von Ignaz Moscheles und von Chopin die Cellosonate in g-Moll op. 65. Poltéra hat nach Studien bei Boris Pergamenschikow und Heinrich Schiff eine internationale Karriere als Kammermusiker gemacht. Mit dem vielbeschäftigen Oliver Triendl bildet er ein hervorragendes Duo.
Am 18. April hat das Armida Quartett das D-Dur Streichquartett von Haydn, die „Glosse“ für Streichquartett von Luciano Berio, die Italienische Serenade in G-Dur von Hugo Wolf und das e-moll Streichquartett von Verdi auf seinem Programm. Die international gefragten Musiker Andrej Bielow (Geige) und Benjamin Moser (Klavier) spielen am 16. Mai drei Violinsonaten von Beethoven, darunter die „Frühlingssonate“ in F-Dur op. 24 und die „Kreutzersonate“ in A-Dur Nr. 47.
Mit Beethovens Klaviersonate in E-Dur op. 109 und der Sonate in As-Dur op. 110 sowie den Diabelli-Variationen op. 120 beschließt der mit vielen Preisen ausgezeichnete Pianist Herbert Schuch am 13. Juni das Konzertprogramm. Karten für die Konzerte können beim Reisebüro Ludwig Kroiss unter der Telefonnummer 08031/35850 gekauft werden. Abonnenten-Einschreibungen werden entgegen genommen unter 08641/ 7178.Georg Füchtner