Wohin bewegt sich die Kunst in und um Rosenheim? Was beschäftigt Künstler in der Region und wie genau entsteht eigentlich ihre Kunst? Diese und viele andere Fragen wurden am vergangenen Wochenende an den „Tagen des offenen Ateliers 2019“ in und um Rosenheim diskutiert. Organisiert von der Städtischen Galerie Rosenheim hatten mehr als 20 Kulturschaffende und Künstlergemeinschaften ihre Ateliers geöffnet und gewährten einen unverfälschten Einblick in ihre Arbeit. Weit über 700 Besucher nutzten das Angebot. Dank des sonnigen Wetters zog es dabei heuer besonders viele Gäste aufs Land. „Für in der Region arbeitende Künstler bietet die Veranstaltung eine gute Möglichkeit, ungezwungen mit vielen Kulturinteressierten in kürzester Zeit in Kontakt zu kommen. Gleichzeitig möchten wir mit den Tagen in und außerhalb der Stadt dazu beitragen, Hemmschwellen gegenüber Kunst abzubauen und Neugierde zu wecken. Kunst ist kein intellektuelles Eliteprojekt, sondern etwas für jedermann und jederfrau, alle sind herzlich willkommen“, fasst Galerieleiterin Monika Hauser-Mair die Idee hinter der Veranstaltung zusammen. Wie stark die Kunst im Rosenheimer Land oftmals von den natürlichen Gegebenheiten des Alpenvorlands geprägt ist, zeigt sich sowohl in den Materialien, die die Künstler verwenden, in ihren Motiven, aber auch in der Bedeutung der Natur für den einzelnen Künstler als Ruhepol, Ideengeber oder Kreativitätsquelle. Besonders von der persönlichen Atmosphäre zeigten sich die Besucher begeistert; jedes Atelier versorgte seine Gäste mit selbst gefertigten Häppchen und Kuchen, mancherorts gab es Begleitmusik oder auch die Möglichkeit, sich selbst künstlerisch auszuprobieren. Die „Tage des offenen Ateliers“ fanden heuer bereits zum zwölften Mal statt. Das Bild links zeigt das Atelier der Malerin Elisabeth Mehrl in Emmering, das Bild rechts mehrere Modelle im Atelier des Bildhauers Toni Stegmeyer in Kiefersfelden.
Fotos Mehrl/Städtische Galerie