Zwischen Lyrik und Heavy Metal

von Redaktion

Brother Dege solo begeistert zusammen mit seiner Band „Brotherhood of Blues“

Bad Aibling – Welche Bandbreite an musikalischem Ausdrucksvermögen dieser inzwischen weltbekannte Gitarrist und Sänger auf die Bühne bringt, zeigte Brother Dege – alias Dege Legg – gleich zu Anfang, als er solo auf seiner DOBRO-Gitarre die Melancholie des amerikanischen Südens zelebrierte. Die träumerischen Klänge und seine nach Straßenstaub klingende Kehle zauberten mit „Black is the night“ Louisiana-Flair in den Saal.

Als Tom Portman der perfekte Slide-Spieler mit seiner Steelguitarre dazu kam, klang die Szene mit „The river“ nahezu psychedelisch, fast klagend. Aber durchgehend bildhaft und von einem wummernden Electronic-Bass getragen positiv eindringlich. Als nach der Pause die komplette Band mit Bass und Drummer auftrat, dann wurden die Erwartungen der Fans von Rockmusik bis hin zu Heavy Metal erfüllt– aber ebenso die Anhänger von Folk und Songwritersound bestens bedient.

Dege Legg covert nicht ein Stück – alles ist von ihm selbst geschrieben – wenn er auch Stücke wie den Albatross von Fleetwood Mac zitiert, so sind das doch eigene Kompositionen und Arrangements.

Nach seinen Worten hat er niemals Gitarrenunterricht gehabt, sondern sich wirklich alles selber und mit genauem Beobachten seiner Vorbilder beigebracht. Gitarrenriffs, das sind seine große Leidenschaft. Das war dann auch zu hören als die Band komplett auf der Bühne stand. Wirklich berühmt wurde Brother Dege in dem Film „Django Unchained“ von Quentin Tarantino, der Legg´s Stück „Too Old to Die Young“ als Titelmelodie verwendete.

Auch „Country Com to Town“ wurde ein berühmter Song in dem er die ruhelosen Geister des Südens musikalisch umsetzt und mit „Supernaut“ nahezu psychedelisch agiert. Was Wunder, fließt doch indianisches Blut in seinen Adern.

Erfolg wie

vor drei Jahren

Keine seiner bekannten Nummern wurde dem Publikum vorenthalten. Bereits beim Festival 2016 begeisterte er die Bad Aiblinger Festivalbesucher und nicht anders in diesem Jahr als er mit brachialem Heavy Metal Sound, der aber immer den Balladensänger durchblicken ließ, das begeisterte Publikum nach drei Stunden in die Nacht entließ.

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