„Baltasound“ – Reise in Harmonie und Stille

von Redaktion

Konzert mit Kälberer und Kammerlander

Bad Aibling – Baltasound ist der Name des größten Ortes auf dem Archipel Unst auf den Shetland-Inseln. So außergewöhnlich die Landschaft, so außergewöhnlich ist auch die Musik, die Martin Kälberer und Fanny Kammerlander mit ebenfalls außergewöhnlichen Instrumenten vor etwa 180 Zuhörern im B&O Parkhotel darboten. Seine Empfindungen, in der weiten Landschaft auf den ShetlandInseln „geboren“, vertont er mit ungewöhnlichen Sounds und Instrumenten, die er den Besuchern des Konzerts bei seinem Auftritt vorstellt. Das sind ein in der Schweiz erfundenes Percussions-Instrument namens „Hang“, das wie ein zusammengeschweißter Doppelwok aussieht, sowie andere Instrumente wie Waterphone, Vibrandoneon und Kubal.

Sein Hauptinstrument ist neben Hang das E-Piano (Keyboard). Auf seiner Klangreise wird Kälberer begleitet von Werken wie „Turn“, ein fließendes, eindringliches Stück, und „Lost, but not forgotten“, das auf das Artensterben aufmerksam macht. Ein Werk, ein Stück das der Klangvirtuose seit Jahren immer wieder spielt, weil es ihm ein Herzensanliegen ist. Seine Kollegin, die Solo- Cellistin Fanny Kammerlander, begleitete ihn bei einzelnen Stücken mit Cello und Gitarre, was „Baltasound“ auf das Feinste bereichert und veredelt. Beide haben enge Beziehungen zum Bad Aiblinger Raum, wobei Kälberer gar acht Jahre in der Kurstadt lebte. Wie empfanden die Zuhörer diese fremdartige und zugleich beeindruckende Musik der beiden Interpreten?

Die klang-philosophischen Kompositionen greifen Zeit und Raum auf, Puls und Harmonie. Stille hat darin genauso Platz wie pulsierende und rhythmische Elemente. Vieles klingt wehmütig und sehnsuchtsvoll, aber immer kraftvoll. Bei intonierten Saitengeräuschen auf dem Cello glaubt der Zuhörer das schrille Geschrei von Möwen zu hören, die als stilisierte Figuren unter der Decke des Saales schwebten.

Der Vorsitzende des Kulturfördervereins Mangfalltal, Georg Weigl würdigte den Auftritt und wies darauf hin, dass diese Veranstaltung die letzte des erfolgreichen Kultursommers 2019 gewesen sei.Lutz Ellermeyer

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