„Bin nicht sparsam mit den Farben“

von Redaktion

Ölbildervon MartinOttenloher im Arte & Vino

Rosenheim – Zum dritten Mal zeigt Martin Ottenloher Gemälde im „Arte & Vino“ in der Weinstraße. Der 65-jährige gebürtige Bernauer beschäftigt sich seit 20 Jahren mit Malerei, hat sich immer wieder in Kursen fortgebildet und ist vor acht Jahren von Acryl- auf Ölmalerei umgestiegen.

„Ich bin nicht sparsam mit den Farben“, bekannte Ottenloher vor den Vernissage-Besuchern, und in der Tat strotzen seine Bilder geradezu vor leuchtenden Farben. „Abstraktion durch Verfremdung und Zerstörung“ ist das Motto seiner aktuellen, zwölf Gemälde umfassenden Bilderschau.

Dazu erläuterte der Künstler, er versuche den Weg zur Abstraktion zu finden, was ihm aber schwer falle. Er sinnierte darüber, „ob bunte Flecken auf der Leinwand nur bunte Flecken sind“: Eigentlich brauche er den Gegenstand im Bild.

Im Eingangsbereich des Weinlokals sind diese Versuche zu sehen, die Städte und Landschaften in kräftig-farbigem realistischen Stil darstellen. Es scheint, als ob die „Versuche“ eine Wegstrecke der malerischen Selbstfindung zeigen sollen. Sie sind überflüssig, weil sie den Platz für gelungenere Arbeiten wegnehmen. Den Weg zu Besserem zeigt schließlich Bild 5 „Fließend“, das sich von den Nachbarwerken deutlich unterscheidet, sowie im Gang das Bild 6 „Mohn“, das eine gelungene Synthese von Figurativem und Abstraktion darstellt.

Im großen Raum finden sich weitere Werke, die malerisch-ästhetisch bestehen können. Manche zeigen rechteckige Farbflächen, wie das große Bild 8 „Watching you“ in Rot, Gelb und Blau“. Sie sind großzügig strukturiert und beweisen, dass Ottenloher-Bilder umso besser gelingen, je größer sie sind. Die Ausstellung ist täglich außer sonn- und feiertags von 10 bis 24 Uhr in der Bar, Vinothek und Galerie „Arte & Vino“ (Weinstraße 4) bis Ende Dezember zu sehen.Hendrik Heuser

Artikel 1 von 11