Tiergestalten, mythologisch und geheimnisvoll

von Redaktion

Rudolf Wolfbeisser und Josef Hamberger stellen in der Landlmühle aus

Stephanskirchen – Es tut sich immer mehr in Landlmühle, einem Ortsteil Stephanskirchens. Dort, wo die Kletterhalle viele Sportler anzieht und eine Warmfleisch-Metzgerei einen kleinen Biergarten betreibt, entsteht gerade ein kleines Kreativ-Quartier.

Seit letzten März sind hier die beiden Fotografinnen Cécile Pierrot und Sabine Christina Fritsch vertreten. Letztes Wochenende stellten sie allerdings nicht selbst aus, sondern überließen ihr Studio mit der Bezeichnung „8.5“ Josef Hamberger und Rudolf Wolfbeisser für deren gemeinsame Ausstellung mit Bildern und Skulpturen.

Wolfbeissers überwiegend großformatige Arbeiten sind abstrakt und wirken impressionistisch. Die Bilder treten in den Raum, haben durch eine spezielle Technik Strukturen, die unruhigen, welligen Landschaften ähneln. Je nach verwendeter Farbe liegen Assoziationen an belebte beziehungsweise pflanzliche Natur nahe oder an mineralische Natur, sprich Gestein. Die gehängten Bilder schaffen den optischen Rahmen für die Plastiken von Josef Hamberger. Er beschaffte sich metallische Materialien von alten Autoteilen und bearbeitete diese. Er schuf mythologisch und geheimnisvoll wirkende Tiergestalten. Darunter ist ein großes grünes Objekt, das einen Riesenfrosch darstellen könnte oder ein Mega-Insekt. Die seltsamen Lebewesen beinhalten Bewegung, wie ein mitten im Raum stehendes Tier, das ein aggressiver Keiler sein könnte.

Andere wiederum hängen oder stehen und bilden längliche vertikale Formen. Der Künstler selbst gab als eine Grundidee an, dass die Tiere und die Natur die Technik überleben. Bilder und Skulpturen harmonieren hervorragend, als Besucher tritt man in eine Art Naturraum mit gemalten Landschaften und Tieren auf der Fläche – lebendig und geheimnisvoll zugleich.

Als Bonus für die zahlreichen Ausstellungsbesucher – der Zuspruch überstieg bei weitem die Erwartungen – gab es noch ein Konzert von Sänger Josef Hamberger mit der Band „Koriander“.

Keiler und Rieseninsekten mussten dafür ein wenig ausweichen – denn an dem Abend hatte die Band das Sagen. afr

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