Mit Achtsamkeit beim Wandern hinter die Dinge schauen

von Redaktion

Neues Tourenbuch des „Alpenschamanen“ Rainer Limpöck mit 53 Wanderungen zu Kraft- und Kultorten

Rainer Limpöck hat schon viele Wanderführer veröffentlicht, und wer diese kennt, weiß, dass auch das neue „Tourenbuch zu den vergessenen und neuen Kraft- und Kultorten“ besondere Plätze im „magischen Chiemgau und Rupertiwinkel“ bereithält. 53 Orte sind es ganz genau, und zwar teils mit dem Auto erreichbar, teils auf mittellangen Wanderung zu Fuß und teils eher für Bergerfahrene geeignet. Farbige Punkte in einer Übersichtskarte sowie Legenden-Symbole geben darüber Aufschluss. Farbenprächtige Fotos liefern dem Wanderer einen lockenden Vorgeschmack auf Erlebnisse und Erfahrungen, die ein Krafttanken für den Alltag ermöglichen. QR-Codes zum Scannen des Tourenstarts und -ziels erleichtern das Auffinden der Tour.

Zu den Wandervorschlägen gehören außer den bekannten Inseln auf dem Chiemsee oder Kloster Baumburg zum Beispiel ein Wasserfall im Weißachental, der eine „berauschende Erfahrung bei den Wassergeistern“ verspricht, oder ein verstecktes Quellheiligtum, die Biberschwell bei Tengling. Aber auch das Quellheiligtum am Schnappenberg, ein Kultplatz der Frühgeschichte, das etwa sieben Kilometer südlich des Chiemsees zu finden ist.

Limpöck lässt sich jedoch nicht nur von Wasser-, Berg-, Höhlen- oder Baumgeistern, denen er das Buch gewidmet hat, inspirieren, sondern zitiert auch naturwissenschaftliche Erklärungen zu verschiedenen Phänomenen, wie etwa das Vorhandensein von elektrisch geladenen Luftmolekülen, den negativen Ionen, die für positive Effekte und die therapeutische Wirkung beim Aufenthalt am Wasserfall verantwortlich sind. Eine Verbindung zu Therapiemöglichkeiten und spirituellen Erkenntnissen stellt Limpöck auch mit dem Labyrinth in Grassau oder in Marquartstein her, die beide erst in jüngster Zeit errichtet wurden.

Die Keltenschanze bei Truchtlaching ist ebenso ein keltischer Mythos wie der Falkenstein bei Inzell mit dem Frauenloch, dessen Bedeutsamkeit mit der Sage von den drei Frauen untermauert wird. Geomantisch Interessantes, zum Beispiel vom Klobenstein, macht neugierig, auch wegen der geheimnisvollen Anleitung Limpöcks, mit welcher inneren Haltung dieser gespaltene Schlupfstein durchschritten werden soll. Nicht fehlen darf hier natürlich das Höllloch am Engelstein bei Bergen, das auch, wie viele andere Kultstätten, durch eine Sage veranschaulicht wird.

So können diese Touren zu den verschiedenen Kultstätten an Wasserfällen und Heilquellen, in Grotten, Kirchen oder auf Bergen das Bewusstsein auf das lenken, was hinter den sichtbaren Dingen erahnt werden kann. Brigitte Janoschka

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