Rosenheimer Kunstverein würde gern Facetten von Weiß zeigen

von Redaktion

Es ist bereits die dritte Ausstellung, die der Rosenheimer Kunstverein aufgrund der Pandemie nicht zeigen kann. Dabei sind die Arbeiten der Künstlerin Inge Gutbrod und die Zeichnungen von Heiner-Matthias Priesnitz aufgebaut und -gehängt und alles wäre bis 30. Mai für Besucher bereit. Unter dem Titel „leiseweiss“ begegnen sich in der Galerie in der Klepperstraße 19 erstmals die Arbeiten der beiden Künstler. Gemeinsames Thema ist die Beschäftigung mit der Farbe Weiß – vom strahlenden, reinen Weiß bis zu den Übergängen zu Grau und zu Anklängen an Farben. Inge Gutbrods bevorzugtes Material ist Wachs. Damit formt sie Scheiben, Ringe und Quadrate, aus deren Reihung ihre skulpturalen Formen entstehen. Die Oberflächen der Skulpturen variieren von einem matten, stumpfen bis zu einem polierten, glänzenden Weiß. Dazu kommt das Spiel mit der Lichtdurchlässigkeit des Materials. Mal scheinen die Skulpturen und Objekte von innen zu leuchten, mal sind sie fast transparent. Heiner-Matthias Priesnitz geht in seinen Zeichnungen vom Weiß des Papiers aus. Er zeichnet mit Bleistift, Kreide oder Silberstift knappe Umrisse und lässt durch vorsichtiges Schraffieren unterschiedliche Weiß- und Grautöne entstehen. Motive aus Architektur und Stillleben entwickeln sich in feinsten Nuancen. Die Kontraste sind dabei so gering, dass sie an der Grenze der Wahrnehmbarkeit sind. Inge Gutbrod, 1963 in Nürnberg geboren, studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und ist freischaffend tätig. Heiner- Matthias Priesnitz, Jahrgang 1944, war Meisterschüler an der Kunstakademie München bei Professor Mac Zimmermann.Fotos Weiand

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