Breitbrunn – Ein unerwartet großer Erfolg war die erste Auktion im neuen Gailer Kunstaktionshaus in Breitbrunn an der Seestraße. Von den 800 der angebotenen Gemälde, Grafiken und Skulpturen wurden 70 Prozent verkauft. Familie Gailer und Helfer waren an drei Telefonleitungen und online durchgehend sehr gut beschäftigt. „Obwohl die Interessenten die Bilder oft nur im Netz gesehen haben, war die Nachfrage riesengroß“, freute sich Franz Gailer senior, der neun Stunden lang als Auktionator fungierte. Hunderte von Interessierten konnten das online beobachten.
Das teuerste Bild, „Ländlicher Garten“ von Arnold Balwé, 1976, Öl auf Leinwand, wechselte zum Angebotspreis von 33000 Euro den Besitzer. Leo Putz´ Ölbild „Schloss Fußberg in Gauting“ von 1928 erzielte 28000 Euro. Maria Caspar Filsers Blumenstillleben, Ölbild von 1909, war mit einem Limitpreis von 750 Euro angesetzt und bekam den Zuschlag nach zahlreichen Geboten bei 4000 Euro. Auch Max Liebermanns Kreidezeichnung „Jagdhunde“ von 1913 war mit 1500 Euro angesetzt und erzielte nach einem spannenden Rennen 3800 Euro. Ebenso Carl Spitzwegs Ölbild „Felsblöcke in einem Wildbachbett“ von 1837/40 wechselte vom Angebotspreis 3000 Euro erst bei 5000 Euro den Besitzer.
Überrascht war der Auktionator, wie stark die Nachfrage aus dem Ausland war. Franz Roubauds Gouache „Kaukasischer Reiter“ ging nach dem Erstangebot von 2000 Euro für 4500 an ei-nen Bieter in Moskau. Andere Bilder wechselten nach Schweden, London, Italien, Amsterdam, zwei nach Paris und zwei nach Prag. Die nächste Ausstellung im Kunstauktionshaus Gailer findet im September statt. Der genaue Termin steht noch nicht fest. gi