Originalwerke im kleinen Format

von Redaktion

Mitgliederausstellung des Kunstvereins Rosenheim läuft noch bis 23. Januar

Rosenheim – Unter dem Motto „Kleine Formate“ zeigt der Rosenheimer Kunstverein in der Klepperstraße noch von 7. bis 22. Januar seine aktuelle Mitgliederausstellung. Der Zeitraum wurde verlängert.

Die diesjährige Jury aus Christian Heß, Michael Bednarik, Melanie Siegel und Toni Stegmayer traf eine Auswahl aus vielen Einreichungen, und somit können verschiedene Stilrichtungen und Positionen in einer Zusammenschau präsentiert werden. Die Werke stehen zum Verkauf, es gibt eine Preisliste und einen kleinen kostenlosen Katalog, sodass man zu meist dreistelligen Beträgen ein Originalkunstwerk aus der Region erwerben kann.

Fotorealistische
Motive

Ein „Original“ zum erschwinglichen Preis – hiermit unterstützt man direkt die Kunstschaffenden und den Kunstverein, insbesondere hauptberufliche Künstlerinnen und Künstler haben durch mangelnde Ausstellungsmöglichkeiten und Veranstaltungen große Einbußen erlitten.

Der Rundgang startet mit fotorealistischen Motiven von Melanie Siegel und den für Peter Pohl charakteristischen Insektendarstellungen, woran sich Lithographien von Peter Weigel anschließen. Ein Blick fällt auf den hellen Raum – auf einer Stele zeigt Christian Heß mit Schalk im Nacken kreisrunde Symbole für Häusertypen. Sehr edel wirkt Alfred Regnats Ring-Skulptur (Stein-Alabasta) auf einer weiteren Stele mitten im Raum. Ganz originell wirken Katharina Bocksbergers Holzschnitte, „Bodenschätzung: An der Loisach“ ist die erste benannt, die Basis bildeten offenbar amtliche Katasterkarten.

Die „verdrehten“ Kugelgebilde (Acryl) Elisabeth Mehrls wirken sehr plastisch, echte „Eyecatcher“ und wirken wie ein Pendant von Martin Weiands Serie „Resonanz“ mit fotografierten Wassertropfen, die aus dem Bild heraus zu springen scheinen.

Natürliche Umgebung Rosenheims findet sich in den realistischen Gouachen Gerhard Prokops, der den Hammerbach an verschiedenen industriegeprägten Standorten interpretiert, das Gegenstück liefert Klaus Schmid mit einem anmutigen Linoldruck namens „Kanal“, die mögliche Vorlage sieht man beim Blick aus einem Fenster der Ausstellungsräume in der Kunstmühle.

Gehäkelte
Miniaturen

In der kleinen Form finden sich außer Malereien auch gehäkelte Miniaturen wie die filigranen Darstellungen von Julia Smirnova, die mit Häkelei und Kupferdraht kunstvolle Formen erschafft. Aus dem 3D-Drucker stammt ein Käfig als das „Modell für Rilke“ (Hannes Stellner). Philipp Stähle experimentierte mit Gitterstrukturen und knalligen Acrylfarben für „The Other Side of the Fence“ und einen humorigen Schlusspunkt a lá Muppets gibt es mit Andrea Bocks „Gruppenbild mit Dame“.

Öffnungszeiten der Mitgliederausstellung in der Kunstmühle, Klepperstraße 19: Ab Freitag, 7. Januar, bis Sonntag, 23. Januar. Donnerstag, Freitag, Samstag von 14 bis 17.30 Uhr und Sonntag von 11 bis 17.30 Uhr. Wer außer der Reihe kommen möchte, kann dies unter Telefon 08031/12166 individuell vereinbaren.

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