Mitreißende Virtuosität

von Redaktion

Bennewitz-Quartett zeigt sich bei den Schlosskonzerten in Neubeuern spielfreudig

Neubeuern – Was für ein Glücksfall, dass das Prager Bennewitz-Quartett ein Gastspiel bei den Neubeurer Schlosskonzerten gab. Eine derartige klangliche Balance, ein solche Spielfreude und Intensität der Darbietung erlebt man selten. Die vier Musiker Jakub Fišer und Stepán Ježek (Violine), Jirí Pinkas (Viola) und Štepán Doležal (Violoncello) bannten die Hörer mit Werken von Leos Janacek und Robert Schumann.

Janáceks
„Intime Briefe“

Zunächst spielte das Bennewitz-Quartett Leos Janáceks Streichquartett Nr. 2 „Intime Briefe“. Die Musiker erzeugten einen faszinierenden Klangrausch, dessen Sogwirkung sich niemand entziehen konnte.

Schön anzuhören waren die Lyrismen im Finalsatz, dramatisch und eindringlich mit perfektem Timing erklang das Presto. Mitreißender, virtuoser kann man diese Musik nicht spielen. Das Bennewitz-Quartett besitzt eine musikalische Reife und eine phänomenale Klangkultur, die man nur bewundern und bestaunen kann.

Statt einer Pause
gab es Rosen

Ein Meilenstein der Kammermusik ist Robert Schumanns A-Dur Streichquartett op. 41 Nr. 3. Auf ein lyrisch ausdrucksvolles Adagio folgte ein fröhliches Finale, nach dessen Ende der Beifall des Publikums nicht aufhören wollte.

Da eine Pause nicht vorgesehen war, erhielten die Musiker bereits nach Janáceks „Intimen Briefen“ jeder eine Rose. Als Zugabe spielte das Bennewitz-Quartett noch einen Satz aus einem Streichquartett von Erwin Schulhoff.

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