Beinahe 90 Prozent aller Werke verkauft

von Redaktion

Sonderauktion „Künstlerlandschaft Chiemsee“

Breitbrunn – Die erste Versteigerung des Auktionshauses Gailer, die ausschließlich der Künstlerlandschaft Chiemsee gewidmet war, wurde durch beinahe 90 Prozent der versteigerten Werke ein unerwartet großer Erfolg.

Insgesamt kamen 469 Gemälde, Grafiken und Skulpturen unter den Hammer. „Obwohl die Interessenten die Bilder oft nur im Netz gesehen haben, war die Nachfrage aus ganz Deutschland und dem Ausland riesengroß“, freute sich Franz Gailer senior, der fast elf Stunden lang als Auktionator fungierte.

Das teuerste, der sämtlich aus Privatbesitz stammenden Bilder, war Julius Exters kleines Ölbild „Sommer in Feldwies mit Kampenwand“. Als Startgebot waren 28000 Euro angegeben – für 42500 Euro wechselte es nach einem langen Rennen von Interessenten den Besitzer. Auch Josef Wopfners kleines, wunderschön stimmungsvolles Bild „Fronleichnamszug am Walchen-see“, um 1908 gemalt, ging beinahe um das Vierfache weg: Der Angebotspreis lag bei 3000 Euro, verkauft wurde es für 11250 Euro.

Das 1921 gemalte Ölbild „Mädchen mit Katze“ von Thomas Baumgartner wurde vom Start 3000 Euro zu 8750 Euro ersteigert. Auch Brynolf Wennerbergs Bild „Pierrot und Columbine“ bekam vom Angebotspreis von 2500 Euro erst bei 8625 Euro den Zuschlag.

Kleine Formate
statt großer Schinken

Insgesamt scheint die Nachfrage nach den kleinen, eher handlichen Formaten hoch zu sein, während die großen „Schinken“ wie zum Beispiel Josef Wopfners riesiges Ölbild „Fischer am Chiemsee beim Einholen der Netze“ keinen Käufer fanden. Die nächste Auktion mit vorheriger Ausstellung im Kunstauktionshaus Gailer findet im April statt. gi

Artikel 4 von 9