Wasserburg – Die Ausstellung „Sehnsucht“ von Willy Reichert zeigt Werke des Künstlers. Sie ist bis Sonntag, 30. Oktober, jeweils samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon 08071/3263 geöffnet. Vorgestellt werden Ölmalerei, Aquarelle und Collagen, die in den vergangenen Jahren entstanden. Sehnsucht kann bittersüß, romantisch und zugleich schmerzhaft sein. Sie kann lähmen oder auch beflügeln. Besonders in Zeiten des Umbruchs wird dieses diffuse Gefühl im Wechsel zwischen Melancholie und Hoffnung intensiv erlebt. Woher kommt die Sehnsucht und wie zeigt sie sich? Reichert beantwortet diese Fragen aus künstlerischer Sicht.
In seiner aktuellen Ausstellung zeigt der Wasserburger Maler in farbenprächtiger Vedutenmalerei, wie Landschaften oder Stadtansichten zu Sehnsuchtsorten werden können. Mit stimmungsvollen Stillleben, Porträts und geheimnisvollen Aktdarstellungen bietet die Ausstellung „Sehnsucht“ ein genreübergreifendes Spektrum lebendiger Gegenwartskunst. Neben der handwerklichen Perfektion faszinieren der Ideenreichtum und die bisweilen kryptischen Elemente in Reicherts Arbeiten. Gesichter, Körper, Silhouetten und Symbole erheben sich aus Nebelschwaden. Feine, oft komplementäre Farbspritzer und Linien am Bildrand verstärken Leuchtkraft und Tiefenschärfe. Licht und Schatten werden zu einer Einheit. Reicherts Bildsprache ist klar und zugleich geheimnisvoll. Reichert, Jahrgang 1937, stammt aus München. Schon seit Kindertagen aber ist Wasserburg sein Lebensmittelpunkt. Er ist Gründungsmitglied der Wasserburger Künstlergemeinschaft Arbeitskreis 68. Für sein langjähriges Wirken in Kunst und Kultur wurde Reichert von der Stadt Wasserburg mit der Heiserer-Medaille geehrt. Seine Malerei ist unverwechselbar und bietet dennoch neue Überraschungen. Informationen sind erhältlich unter www.willyreichert.de.
Wolfgang Janeczka