Eine Hymne an den Bluesrock

von Redaktion

Ghalia Volt und Band treten im Rimstinger Feuerwehrhaus auf

Rimsting – Ghalia Volt mit Band zu Gast beim Blues-ClubChiemgau: Allein der Künstler-Nachname ist Programm. Denn Ghalia Volts Musik ist Mississippi-Hill- Country-Blues, ein Sound, der von Hill-Country-Einflüssen, vom Punk und Garage und dem Rock ‘n‘ Roll geprägt ist.

Die belgische Künstlerin, die als Ghalia Vauthier ihre musikalische Karriere als Straßenmusikerin in Europa begann und seit vielen Jahren in den USA lebt und tourt, hat wie kaum eine andere europäische Künstlerin den ursprünglichen Blues verinnerlicht. Nun also ein Stopp im Rimstinger Feuerwehrhaus.

Ihre ganz eigene Bluesrichtung aus Mississippi Blend, ungeschliffen und rau mit Punkrock-Attitüde, mit Hill-Country-, Garage- und Rock-’n‘-Einflüssen begeisterte vom ersten Ton an.

Ghalia Stimme ist mal sanft und zärtlich, dann wieder markig und rauchig. Sie gurrt, sie schnurrt, lautmalert auf dem Konsonanten „r“ und spielt mit den Tönen. Dabei ist es nicht nur ihre Stimme, die fesselt, sondern auch die Tatsache, dass sie drei Gitarren dabeihat, darunter eine rote Cigarbox-Gitarre. Jede einzelne wird mit viel Leidenschaft gespielt. Dem Publikum erzählt sie: „You have kids, I have my guitars.“ So wie die Musik bis auf die Knochen geht -– rock-’n‘- roll-mäßig bei „Gipsy Lady“, stampfend bei „Reap What You Sow“, mal klingt Chicago Blues durch, mal Country-Music – so sind auch ihre Texte ehrlich, roh und oft witzig. Da geht es um Grundregeln „Loving Me Is A Full Time Job,“ ums Glück „It Ain’t Bad“ oder um Erinnerungen bei „Meet Me In My Dreams.“ Und als wäre alles das nicht genug, gab es auch noch die großartig performende Drei-Mann-Band.

Dean Michael Zucchero sorgte locker-lässig an der Bassgitarre für einen satten Klangteppich, Phil Breen zeigte an den Keys grandiose Fingerfertigkeiten und Lee Andrew Williams jr. war rhythmisch eine Wucht am Schlagzeug. Da ging die Post ab, der kleine Saal im Feuerwehrhaus bebte und erst nach einer langen Zugabe, gespickt mit „Chor-“Einwürfen aus dem Publikum wie „Shake, Baby Shake,“ war Schluss. Eine Hymne an den Bluesrock, passend zum Motto des BluesClubChiemgau: „Just Good Music Live.“ elisabeth kirchner

Die nächsten Konzerte

Am Freitag, 17. März, geht es mit „Mojothunder“ aus Kentucky beim Dinzler am Irschenberg weiter. Ab April startet der BluesClubChiemgau wieder im Rimstinger Feuerwehrhaus durch. Am Donnerstag, 6. April, gastiert Greg Koch mit dem Koch-Marschall-Trio, eine Woche später spielen Dirty Streets aus Memphis und am Donnerstag, 20. April, ist Julian Sas aus Holland zu Gast. Infos und Reservierungen unter www.BluesClubChiemgau.de.

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