Sommerliche Farben und unterschiedlichste Motive

von Redaktion

Ausstellung des Bernauer Kunstkreises folgt dem Motto „Heitere Gelassenheit: Kopf hoch – Kunst, die Mut macht“

Bernau – Die Sommerausstellung des Bernauer Kunstkreises im Skulpturengarten und im Rathaus strahlt im wahrsten Sinne heitere Gelassenheit aus. Mit sommerlich-inspirierten Farben und unterschiedlichsten Motiven spielen Jannine Cansaya, Stefanie Dirscherl, Dorothea Tielemann, Peter Zeiler und Dr. Corinna Brandl auf ihren Bildern, die das Rathaus zieren. Im Skulpturengarten hingegen muss der Besucher seinen Blick nach oben richten, um die fünf Installationen hoch oben in den Bäumen auszumachen. Los geht’s im Rathaus: Im Foyer grüßt „Sommergarten“ – Blumen in Acryl von Dr. Corinna Brandl. Im linken Gang locken Farbkompositionen von Dorothea Tielemann, im rechten Gang ziehen die Zeichnungen von Peter Zeiler in den Bann: Geometrische, orientalisch anmutende Muster, bunte, sich überlappende Kreise in Grün- und Gelbtönen, dazwischen einer in Rot. Im oberen Stockwerk findet sich eine bunte Tierwelt: Da sind es Kolibris und Puma von Yannine Censaya, und da grüßen Kuh, Hahn und „Goaß + Berg“ von Stefanie Dirscherl.

Draußen vor dem Rathaus geht die sommerlich-bunte, optimistisch stimmende Sommerausstellung weiter: An den Scheiben des Sitzungssaals sind Kunstwerke junger Künstler, Ouevres aus der Sommergalerie für Kinder, aufgehängt. Und dann ist natürlich noch der Kurpark, der schon für sich als Kunstwerk anzusehen ist. Der sanft ansteigende Hügel, die hohen, mächtigen Bäume und die mäandernden Wege laden zum Sich-Ergehen ein. Und wer den Blick nach oben, in die Wipfel der Bäume, richtet, wird fünf Installationen ausmachen. Fünf Kunstwerke aus Holz, die Dorothea Tielemann in Bäumen befestigt hat. Kunstwerke, die dahin zu gehören scheinen und die doch auffällig farbig leuchten. Kunstwerke, die mit Sprichwörtern Mut machen und auch oder gerade wegen der Doppeldeutigkeit im Titel zum Nachdenken anregen. Da ist eine blaue Installation zwischen zwei Birken gespannt: „Wir sitzen alle in einem Boot.“ Ein Boot, ein wenig ramponiert, blau angestrichen, das auf die Situation unseres Planeten aufmerksam machen will. Bei der gelben Installation sind drei Bäume mit gelben Brücken verbunden, darauf jeweils ein Mensch.

Auch hier spiegelt sich das Thema „Kopf hoch“ wider. Brücken bauen schafft Verbindungen, ein Hilferuf muss nicht ungehört verhallen. „Stammhalter und Stammhalterin“ sind bunte längliche Hölzer: Stereotype und doch auch Stamm-haltende, sprich Stamm-umspannende Hölzer zugleich. „Goldener Weg“ ist eine Installation, eine Leiter mit unterschiedlich hohen Stufen, manche sogar schief oder zerbrochen. Und doch lohnt es sich hinaufzusteigen – der goldene Weg eben.

Oder den Ausblick in die Chiemgauer Berge genießen. Oder sich im Wiesenlabyrinth im Kurgarten verlieren, ein Kunstwerk von Dauer, das Menschen zur Stille und zum meditativen Gehen einladen will. Für die ehrenamtlichen Kuratorinnen Dr. Corinna Brandl und Dorothea Tielemann war es im Vorfeld viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Das Motto der Ausstellung „Kopf hoch – Kunst, die Mut macht!“ ist wörtlich zu nehmen.

Ob man nun die Sommerausstellung im Rathaus und/oder das Wiesenlabyrinth aufsucht oder sich eine Auszeit im Kurgarten nimmt, ein Blick nach oben lohnt sich allemal. Elisabeth Kirchner

SOMMERGALERIE IM RATHAUS

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