Durch das Leben und die Jahreszeiten

von Redaktion

Jubiläums-Ausstellung des Künstlerkreises Neubeuern mit Kunstkaufhaus

Neubeuern – Als letzte Ausstellung des Jahres in der Galerie am Markt findet eine Jubiläums-Gemeinschaftsausstellung des Künstlerkreises Neubeuern mit einem Kunstkaufhaus statt, in dem die Künstler kleinere Kunstwerke, die sich als Geschenke eignen, zum Verkauf anbieten. Ein Raum der Ausstellung ist dem 20-jährigen Bestehen des Künstlerkreises gewidmet. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch die Arbeiten der Mitglieder des Künstlerkreises und nimmt den Betrachter mit auf eine Reise durch das Leben und die Jahreszeiten.

Bei Ulrike Kirchner sitzen zwei alte Männer erwartungsvoll auf einer Bank und beobachten das Ganze „Interessiert“, während der jüngere Mann alles „Cool“ betrachtet (Zeichnung/ Acryl/Fotografie/Wachs). Der „Kopf“ eines jungen Mannes aus Linde mit Farbe und Blattgold von Regina Marmaglio blickt da eher etwas skeptisch in die Welt.

Die Arbeiten von Marianne Heinrich „Grüne Zwetschge“ und „Blaue Eiche“ aus Holz und Epoxidharz und von Isabella Waldheim aus Acryl auf Leinwand bezeugen, auch wenn sie ohne Titel sind, dass man, bevor man fliegen lernt, erst fest auf dem Boden stehen muss.

Der Betrachter blickt zurück auf den Sommer und erlebt mit den Kühen von Zoé Müller eine „Genießerzeit“ auf der Picknickdecke. Man sieht „Touristen in Ravenna“ von Dr. Wolfgang Irber (Zeichung digital), gerät mit Manfred Plonus in ein Gedränge in „Pompeji“ (Foto/Montage) und erfreut sich an einer alten Hausfassade in „Modica, Sizilien“ (Fotografie auf Alu-Dibond). Auf der Rückfahrt sieht der Betrachter eine „Flusslandschaft“ (Aquarell) von Hans Heibl und unbetitelte Landschaften (Mischtechnik) von Dorothee Henrich.

Die Frage nach der richtigen Bekleidung nimmt einem Katrin Hoechter mit ihrem Bleistiftrock aus Baumwolle und „20 Pieces“ ab.

Es wird wieder kälter, man erfreut sich an der „Amaryllis“ und dem „Weihnachtsstern“ (Aquarell) von Xandi Fradl. Die Menschen rücken näher zusammen und empfinden wie Ingrid Steiner „Ich halte dich – du hältst mich“ (Mischtechnik). Beim Anblick der „Boandlin“ von Richard Schwarz kommt die Erinnerung an die Endlichkeit des Lebens.

Den „falschen Knecht Ruprecht“ von Christa Ulmer-Thurn lässt man besser nicht ins Haus, aber nach dem Blick aus den „Fenstern“ (Gouache/Leinwand) von Bri Oppel geht man hinaus und besucht „Steinkirchen“ (Aquarell von Elisabeth Straßer) und die „Kampenwand im Winter“ (Aquarell von Xandi Fradl).

Dann kommt eine Zeit des Nachdenkens und Besinnens. Ein Bub ist voller „Fragezeichen“, während ein Mann bereits einen „Blauen Kopf“ vom Überlegen hat (Dr. Wolfgang Irber-Tusche/Aquarell). Für Maresa Jung kommt „Aus dem Nichts – Gedanke und Geistesblitz“ (Fotografie/Fine Art Print hinter Acryl). Auch die unbetitelten Bilder von Andreas Singer in Mischtechnik lassen viele Gedankengänge erahnen.

Langsam benötigen alle eine „Pause“ (Siglinde Berndt, Pigment/Acryl/Leinwand). Der Mann „Z745“ von Jutta Mayr (Tusche/Maltuch/Leinen) schläft ein, träumt von „Boden, Licht und Luft“ (Therese Austermann, drei bemalte Seidenschichten) und schwebt „per aspera ad astra (Dr. Paul Jansco, Fotografie anlog/digitaler Fine Art Print) mit dem „Engel der kleinen Hoffnung“ (Siglinde Berndt, MT/Wachs/ Holz) in die „Unendlichkeit“ (Sabine Klis-Bronzeguss). Beim Erwachen ist er froh, wieder auf der Erde zu sein und denkt wie Ingrid Steiner „Wir sehen uns wieder“ (Aludruck/Seidenmalerei).

Noch bis morgen

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