„Vier Jahreszeiten“ in neuer Version

von Redaktion

Letztes „Inselkonzert“ des Jahres mit Linus Roth und Petrit Ceku

Chiemsee – Das letzte Kammermusikkonzert dieses Jahres der gefragten „Inselkonzerte“ im Bibliothekssaal des Augustiner-Chorherrenstiftes war wieder komplett ausverkauft. Nils Mönkemeyer und William Youn verabschiedeten sich damit als Organisatoren, denn sie ziehen aus beruflichen Gründen nach Berlin (wir berichteten).

Auf die
Insel gelockt

Nils Mönkemeyer, der seit 2011 auch Professor an der Hochschule für Musik und Theater in München lehrt, konnte dank seiner hervorragenden Kontakte diesmal den Ausnahmegitarristen Petrit Ceku und den international gefragten Violinisten Linus Roth auf die Herrensinsel locken.

Das Konzert begann mit der Violinsonate d-Moll „La Folia“ opus 5/12 von Arcangelo Corelli, arrangiert für Violine und Gitarre. Warum die von mehreren Komponisten vertonte „Bauernkantate“„Folia“ (Verrücktheit) genannt wurde, ist nicht bekannt. Die beiden Interpreten, Petrit Ceku als Begleitung auf der Gitarre – begeisterten das Publikum von Anbeginn. Ceku ist ein Musiker voller Neugier und Experimentierfreude. Fast scheint es, als habe er in seiner Gitarre ein ganzes Orchester versteckt, so abwechslungs- , farben- und nuancenreich ist sein Spiel auf der Gitarre. Daran anschließend spielten die beiden Antonio Vivaldis wohl berühmtestes Werk „Die Vier Jahreszeiten“. Mit ungeheuerer Virtuosität, kongenial aufeinander abgestimmt, boten die beiden Musikkünstler dieses Werk dar, sodass man kein Orchester vermisste. Im Anschluss gab es einen nicht enden wollender Applaus und stehende Ovationen, so- dass der „Winter“ mit seinem leise rieselnden Schnee wiederholt wurde.

Ab nächstem Frühjahr werden die „Inselkonzerte“ von Mona Asuka weitergeführt.

Auszeichnungfür Mönkemeyer

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