„Heimat und Volksmusik im Gespräch“

von Redaktion

Informationen über die Entwicklung der überlieferten regionalen Volksmusik

Die Heimat- und Volksmusikpfleger in den Landkreisen nehmen wichtige Aufgaben für die Gesellschaft wahr – gerade in den derzeitigen unsteten Zeiten. Die Frage, was Heimat oder Volksmusik ist, kann wissenschaftlich detailliert dargelegt und akademisch ausgebreitet und diskutiert werden. Es gibt dazu viele Bücher und Tagungen – und die Begriffe werden auch ideologisiert und missbraucht, wie in politisch problematischen Zeiten.

Das alles habe ich seit ungefähr 1975 als Student und dann von 1985 bis 2020 als Angestellter des Bezirks Oberbayern, als Gründer und Leiter des Volksmusikarchivs in Bruckmühl und als Bezirksvolksmusikpfleger mitgemacht. Gerade in den Diskussionen habe ich immer wieder die Wichtigkeit dieser Arbeit dargestellt – aber auch darauf hingewiesen, dass es nicht bei einer akademisch-theoretischen Abhandlung bleiben darf. Ganz im Gegenteil: Im Zentrum der Begriffe Heimat und Volksmusik stehen die Menschen, die aktiv und ehrenamtlich mitwirken, dass unsere Heimat und unsere heimatliche, aus der regionalen Überlieferung gespeiste Musik, die „Volksmusik“, lebendig und vielfältig, natürlich und für alle mitmachbar ist und bleibt.

So haben wir in der neuen „Volksmusik-Zeitung“, in der viele Fachleute und Volksmusikliebhaber aus den Regionen und Landkreisen Oberbayerns mitarbeiten, immer auch grundsätzliche Dinge des Lebens mit der Volksmusik angesprochen. Auch in der neuen Ausgabe, die praktische Noten, Lieder und Termine bis Anfang April beinhaltet, gibt es auf den insgesamt 64 Seiten auch einige grundlegende Themen und Hinweise. Es wird auch zu einem Treffen der „IG-Volksmusik“ am 1. Februar eingeladen. Die „Informations- und Interessengemeinschaft Volksmusik Oberbayern“ ist ein für alle an der Volksmusik interessierten Bürger offener Gesprächskreis, der zu gegenwärtigen Entwicklungen, offenen Fragen und anstehenden Problemen Informationen gibt und die Interessen der Volksmusik in demokratischer Weise vertritt. Das Treffen findet heuer im Gemeinschaftshaus Oberholzham, Markt Bruckmühl, von 10.30 bis 15 Uhr statt. Die Kreisvolksmusikpflege Rosenheim und der „Förderverein Volksmusik Oberbayern“ gehören zu den Ausrichtern, stehen für Fragen zur Verfügung und nehmen die Anmeldungen entgegen (Telefon 08062/8078307, E-Mail: ernst.schusser@heimatpfleger.bayern).

Bei der IG-Volksmusik geht es dieses Mal auch um den Verlust der Tradition im Zeitalter der Digitalisierung. Die Teilnehmer lernen die Vertreter der Volksmusik in den Institutionen wie dem Bezirk Oberbayern, dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege und andere kennen, treffen die Kreisvolksmusikpfleger und erfahren das Neueste über „Volksmusik und Gema“. Ein Punkt kann auch die Volksmusik im Bayerischen Rundfunk sein – oder andere Themen aus dem Kreis der Teilnehmer. Wir freuen uns auf viele an der Volksmusik und ihrer Entwicklung interessierte Menschen.

Die „Volksmusik-Zeitung“ findet man im Netz unter www.ebes-volksmusik.de. Man kann die aktuelle Ausgabe kostenlos beim „Förderverein Volksmusik Oberbayern“ – 83052 Bruckmühl, Pfarrweg 11 – bestellen. Darin finden sich auch viele Lieder zum Selbersingen, wie das an einem kalten Wintertag 2019 entstandene zwölfstrophige Lied „Wintersport in Bruckmühl“ mit viel Lokalkolorit „wie es früher war“.ernst schusser

Termine der Volksmusikpflege

Artikel 5 von 8