Sinfonische Klänge in St. Nikolaus

von Redaktion

Blasorchester der Bundespolizei aus München gastiert zu einem Neujahrs-Konzert in der Rosenheimer Stadtpfarrkirche

Rosenheim – Schon beinahe Tradition geworden ist das Neujahrskonzert des Bundespolizei-Orchesters in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Gotteshaus, sogar stehend genossen die Besucher diese musikalische Darbietung, weil alle Sitzgelegenheiten belegt waren.

Seit 2023 wird das Orchester von Philipp Armbruster geleitet, einem renommierten Dirigenten, der schon mit namhaften Symphonieorchestern gearbeitet hat. Ein wahrhaft breit gefächertes Programm stellte er dem Publikum in Rosenheim vor. Zum Auftakt präsentierte er Teile aus dem Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky, hier in einem Arrangement für Blasorchester des niederländischen Komponisten Ton van Grevenbroek. Bereits mit dem ersten Ton wurde die Kirche selber zum Instrument, das die Klänge, Akkorde und Kadenzen aufnahm, reflektierte und als neues Klangbild vom Orchester großartig genutzt wurde.

Da wechselten die Blechbläser im präzisen Dialog mit Fagott und Klarinetten, da wuchteten Hörner und Posaunen beeindruckend mit den Schlagwerken zu einem Furioso und ließen doch auch das Piccolo zur Geltung kommen. Der Dirigent ließ souverän und präzise vor dem inneren Auge der Zuhörerschaft Mussorgskis Bilder akustisch sichtbar werden.

Es folgte die berühmte Arie „Pie Jesu“ aus dem Requiem von Gabriel Fauré. Hier bewies das Blasorchester, dass es durchaus in der Lage ist, sich zu Gunsten der Sopranistin Julia Amos zurückzunehmen, ohne an Präsenz zu verlieren.

Mit „Pavane pour une Infante defunte“ von Maurice Ravel wurde erneut ein orchestriertes Klavierstück präsentiert. Peter Ternay ließ mit dem Waldhorn im Solo das Grundthema samtweich erklingen.

Wuchtig und beeindruckend, vom Kirchenschiff überwältigend verstärkt, bot das Orchester ungewöhnliche Klänge mit dem StarWars-Thema von John Williams, ließ darauf eine Dschungel-Atmosphäre entstehen mit einer Auswahl aus dem Werk von Harris Janssen „Atlas of Remote Islands“. Mit „Caro mi ben“ von Giuseppe Giordani stellte Julia Amos erneut ihren jubelnden Sopran vor, bevor das Konzert mit Werken von Arturo Márques und Percy Grainger zu Ende ging.

Das Bundespolizei-Orchester bot eine begeisternde sinfonische Darbietung die von einem begeisterten Publikum mit tosendem Beifall honoriert wurde. Keine Frage, dass dieses Konzert eine hervorragende Werbung für den angekündigten Auftritt am 7. September im Kultur- und Kongresszentrum war.theo auer

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