Rosenheim – Mit scharfer Zunge und klarer Kante kommentiert Kabarettist Urban Priol die politischen Zeitläufe. Am Freitag, 14. Februar, gastiert er um 20 Uhr im Kultur- und Kongress-Zentrum. Karten sind noch am Ticketschalter im Kuko oder unter www.kuko.de erhältlich. Im Vorfeld hat er den OVB-Heimatzeitungen die Fragen nach seinem Hemdengeschmack und seiner Haarpracht beantwortet.
Lieber Herr Priol, Ihr Markenzeichen sind ein schrilles Hemd und eine Sturmfrisur. Wie ist es dazu gekommen?
Ich mag es auch im Alltag sehr bunt. Ein fröhliches Zeichen gegen das Schwarz-Weiß-Denken. Das Grau ist finster genug. Meine Frisur entstand bei einer Theaterproduktion, in der keine Zeit war, eine Perücke aufzuziehen.
Wie entstehen eigentlich Ihre Kabarettprogramme?
Täglich. Eine Stunde Morgenmagazin, die Lektüre von drei Tageszeitungen, Recherche im Netz. Auf der Fahrt zum Auftritt beim BR24. Dann wird das bestehende Programm upgedatet.
Haben Sie kabarettistische Vorbilder, an denen Sie sich orientieren?
Als ich 15 war, hatte Dieter Hildebrand mein Interesse für Kabarett und Satire geweckt. Er war und ist mein großes Vorbild.
Sie sind ja bekennender Oldtimerfan. Sind Sie in den Wintermonaten auch mit Oldtimern zu Ihren Auftritten unterwegs, und wenn ja, haben Sie ein Lieblingsmodell für den Winter?
Für Auftritte im Winter dient unser Dienstkombi. Ein Mercedes 250 TD. Er bekommt im März das H-Kennzeichen. Wenn die Straßen salzfrei sind, benutze ich gerne meinen Renault 5 TS.
Sie haben früher unter massivem Lampenfieber gelitten. Haben Sie einen Tipp für junge Künstler, wie man das in den Griff bekommt?
Viel Bewegung. Auf- und abtigern. Dabei immer wieder den Text durchgehen und sich auf den Begrüßungsapplaus freuen.
Interview: Georg Füchtner