Tuntenhausen – Vom ursprünglichen Konzept, jedes Jahr eine unbekannte Oper auszugraben und in der Reithalle zur Aufführung zu bringen, ist man bei der Opernbühne Maxlrain ein Stück weit abgerückt. Das Ensemble greift nun auch bekannte und beliebte Opern auf. So war 2023 Donizettis „Don Pasquale“ in der Reithalle zu sehen und zu hören, während im vergangenen Jahr die eher unbekannte Oper „Das Liebesverbot“ des jungen Richard Wagner gezeigt wurde.
Rasante
Komödie
In diesem Jahr einigte sich das Kernteam auf Anregung der musikalischen Leiterin, Chariklia Apostolu, schnell auf den „Barbier von Sevilla“ von Gioachino Rossini. Rossini hat mit dem „Barbier“ ein Werk verfasst, das bis heute Publikum und Musiker begeistert. In nur zwei Wochen komponierte er im Alter von 24 Jahren die rasante Oper. Alles – Serenaden, Duette und Ensembles – bringt den Humor der Handlung zur Geltung.
Wie immer geht es um die Liebe, denn Graf Almaviva ist hoffnungslos in die schöne Rosina verliebt. Mit Hilfe Figaros, des Barbiers von Sevilla, werden Tricks und Täuschungen ersonnen, die den Konkurrenten, den alten Vormund Rosinas, Don Bartolo, aus dem Wege räumen sollen. Doch Bartolo will diese Verbindung verhindern. Erst ein beträchtlicher Anteil an Rosinas Vermögen bewegt Bartolo zum Rückzug.
Es singen wieder hervorragende Solostimmen mit, die dem Maxlrainer Publikum zum Teil bereits aus früheren Aufführungen gut bekannt sind. Die musikalische Leitung übernimmt e Chariklia Apostolu. Regisseur ist zum zweiten Mal Andreas Wiedermann, zu hören sind Chor und Orchester der Opernbühne.
Neben den vier Aufführungen der Oper gibt heuer auch es ein Galakonzert mit Melodien von Johann Strauß Sohn zu dessen 200. Geburtstag. Unter dem Thema „Alles Walzer?“ bringt das Konzert eine Hommage an den Komponisten. Das Solisten-Ensemble und der Chor der Oper Maxlrain präsentieren bekannte und weniger bekannte Melodien des Walzerkönigs – ein Fest der Freuden und der Sinne.