Ramerberg – Eine bayerische Dorfgemeinde in der Provinz am Ende des 19. Jahrhunderts. Die cholerische Autorität des Dorfrichters Adam lässt keine Kritik an seiner Amtsführung zu. Gerüchte über eigenwillige Verhandlungen, bei denen er Geld in die eigene Tasche gewirtschaftet haben soll, werden nur mit großer Vorsicht geflüstert. Wer will sich schon mit dem mächtigen Mann anlegen. Die regelmäßigen Prüfungen des Landgerichts durch einen alten Gerichtsrat stellen auch nie irgendwelche Verfehlungen fest.
Doch eines Morgens ändert sich die Situation schlagartig: In der Nacht ist Adam schwer betrunken und mit heftigen Wunden am Kopf heimgekommen. Dem loyalen Gerichtsschreiber, der sich durchaus als geeigneten Nachfolger des Landrichters sieht, erzählt Adam eine haarsträubende Geschichte. Hausmagd Kathi glaubt kein Wort. Sie drängt den Gerichtsschreiber, der Kathi heiraten will, der Sache nachzugehen. Das Gehalt eines Schreibers reiche für eine Familie nicht.
Die Nachbarin erscheint erbost mit einem zerbrochenen Krug. Ein Mann sei in der Kammer ihrer jungfräulichen Tochter gewesen und habe diesen zerbrochen. Sie verdächtigt den Müllersohn, dass er einen vorehelichen Liebesbeweis von seiner Verlobten erzwingen wollte. Der rasend eifersüchtige Müller aber behauptet, einen Unbekannten in die Flucht geschlagen zu haben. Die Tochter rückt nicht recht mit der Wahrheit heraus. Was verbirgt sie und warum? Der vermeintliche Bagatellfall entwickelt sich zu einem dreisten Katz- und Maus-Spiel. Die Gerichtsverhandlung findet im Beisein eines neuen Gerichtsprüfers statt, der „ein harter Hund“ sein soll und den Adam nicht kennt. Kann Adam die Zügel des Geschehens in der Hand behalten und wer betrügt eigentlich wen?
Es spielen Florian Freytag und Jörg Herwegh, beide Ensemble-Mitglieder der Münchener Iberlbühne. Dazu gesellen sich als erfahrene und bewährte Schauspieler Magdalena Haneberg, Constanze Baruschke-Herwegh und Steps Lossin. Die jungen Annalena Hangl und Benedikt Scheidegger beweisen zudem ihr großes Talent. Gespielt wird Freitag, 28., und Samstag, 29. März, jeweils 20 Uhr und am Sonntag, 30. März um 18 Uhr im Saal des Gasthauses Esterer in Zellereit (Ramerberg) sowie am Samstag, 5. April, um 20 Uhr und am Sonntag, 6. April, um 18 Uhr im Saal des Gasthauses Sanftl in Eiselfing.
Das Publikum wird vor der Vorstellung und in den beiden Pausen an Tischen bewirtet. Einlass ist jeweils 1,5 Stunden vor Vorstellungsbeginn. Karten können per E-Mail an info@theater-herwegh.de oder telefonisch über 0162/7300887 reserviert werden.