Wasserburger Theatertage starten wieder

von Redaktion

Auftakt am 29. Juni mit Lesung mit Udo Samel – Aufführungen bis 6. Juli

Wasserburg – Zum 19. Mal gibt es sie heuer, die Wasserburger Theatertage – das Treffen der bayerischen Privattheater. Eröffnung dieses Streifzuges durch die bayerische Privattheaterlandschaft ist am Sonntag, 29. Juni, mit Udo Samel. Dass der Star-Schauspieler dieses Festival zum 19. Mal eröffnet, ist eine so schöne wie erstaunliche Tradition. In diesem Jahr liest er Franz Kafkas letzte Erzählung „Josefine, die Sängerin oder das Volk der Mäuse“.

Erhellend:
„Post von Karlheinz“

Die Eröffnung beginnt bereits um 18.30 Uhr, alle anderen Veranstaltungen der Theatertage starten um 20 Uhr. So auch der Beitrag zum Festival des Metropoltheater München: „Wütende Mails von richtigen Deutschen“ von Hasnain Kazim. Der Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer bekommt als Journalist hasserfüllte Leserpost – nicht weiter überraschend, zumal er über heikle Themen schreibt und einen fremd klingenden Namen trägt. Überraschend ist seine Reaktion auf diese Zusendungen. Statt die Ergüsse der wütenden Absender einfach wegzuklicken, antwortet er schlagfertig und witzig, woraus sich immer wieder erhellende Dialoge ergeben.

Am Dienstag, 1. Juli, ist dann mit „Prima Facie“ eine Produktion von Kleines Theater – Kammerspiele Landshut zu sehen. Tessa, eine junge Staranwältin, die Worte wie sensible, scharfe Werkzeuge zum Vorteil ihrer Mandanten und ihrer eigenen Karriere nutzt, findet sich nach einer Vergewaltigung im Zeugenstand wieder und die Perspektive verschiebt sich. Das Ein-Frau- Stück stammt aus der Feder von Suzie Miller, einer australischen Dramatikerin, die selbst viele Jahre als Strafverteidigerin gearbeitet hat.

Am Mittwoch, 2. Juli, ist dann mit Thomas Köcks „Und alle Tiere rufen: Dieser Titel rettet die Welt auch nicht mehr!“ das Theater 5 aus Fürstenfeldbruck zu Gast. Das Stück, das der Autor als eine Totenmesse für all die ausgestorbenen Tiere, die unseren Planeten einst bevölkerten bezeichnet, wird von einem Ensemble bestehend aus fünf blutjungen Schauspielerinnen dargeboten, die ihr Recht auf eine Zukunft einklagen, die die Generationen vor ihnen aufs Spiel gesetzt hat.

Wer sich im weiteren Verlauf der Theatertage noch um den Publikumspreis bewirbt, den es auch in diesem Jahr wieder zu gewinnen gibt – gestiftet vom Landkreis Rosenheim und dem Förderverein Theater Wasserburg – ist auf der Internetseite des Theater Wasserburg zu finden.

Das Programm

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