Blütenreiches im Museum Prien

von Redaktion

Blumenstudien von Rudolf Sieck

Prien – Der 1877 in Rosenheim geborene Rudolf Sieck zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Künstlerlandschaft Chiemsee. Als Illustrator für die Zeitschriften „Jugend“ und „Simplicissimus“, aber auch durch zahlreiche Farbradierungen für den Münchner Verlag Hanfstaengl wurde er bekannt. Schon früh entstanden am Bodensee, im Inntal, am Samerberg und ab 1913 in Pinswang bei Prien seine lyrischen, grafisch durchgearbeiteten Landschaftsbilder. Ab 1930 lebte der Künstler im Priener Ortsteil Harras.

Ab 1906 als Entwerfer und Porzellanmaler bei der königlichen Porzellanmanufaktur Nymphenburg, entstanden vielfältige Porzellandekore. Berühmt sind hier die Landschaftsdarstellungen auf dem sogenannten Perlservice. Für Nymphenburg entstanden aber auch zahlreiche Blumenstudien, vor allem von Feldblumen, die für Vasen und Serviceteile verwendet wurden. Bisher völlig unbekannt waren die Skizzen, die das große Interesse des Künstlers an der Natur zeigen und nun im Museum Prien erstmals gezeigt werden. Eine spannende Entdeckungsreise zu einer neuen künstlerischen Seite Siecks, der 1957 in München starb.

Die Ausstellung im Museum Prien dauert von Freitag, 6. Juni, bis 10. August und ist täglich außer Montag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Die Eröffnung ist morgen, Donnerstag, um 19 Uhr.

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