Bilder schaffen Räume zwischen Vollendung und Auflösung
Neue Ausstellung in der Galerie Markt Bruckmühl
Bruckmühl – Die Galerie Markt Bruckmühl zeigt in ihrer neuen Ausstellung Malerei von Angela Stauber und Skulpturen von Guido Weggenmann.
Die Ausstellung wird am Sonntag, 22. Juni, um 11 Uhr mit einer Einführungsrede von Tabea-Isabell Flamm eröffnet und geht bis 27. Juli.
Angela Stauber, Jahrgang 1977, studierte Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München. Sie schafft mit ihrer Malerei Bildwelten, die Räume zwischen Vollendung und Auflösung darstellen. Ihre Werke sind gegenstandsorientiert, sie heißen „Wo bist Du?“ oder „Hindurch“ und spielen häufig mit Innen- und Außenansichten. Der Kunstwissenschaftler Professor Dr. Andreas Kühne schrieb einmal über die Arbeiten von Angela Stauber: „Ihre Bilder formt sie aus der direkten, sehr genauen Beobachtung – unabhängig davon, ob es sich bei den von ihr beobachteten Motiven um menschliche Körper handelt, um Interieurs oder um Bauwerke. Mit anderen Worten: Sie sind Zwiegespräche mit dem Gesehenen, die von Situationen, Momenten, Zufällen, von Präsenz und Leichtigkeit handeln.“ Und er meinte weiter: „Die Bilder implizieren ein Werden und Vergehen und können doch nur einzelne Momente festhalten, die kaum, dass sie erkannt und gebannt wurden, unwiederbringlich verloren sind.“ Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch die von Angela Stauber bevorzugten stark verdünnten Ölfarben, die fast wie Aquarellfarben wirken. Die Künstlerin lebt und arbeitet in München.
Guido Weggenmann, Jahrgang 1980, ist Holz- und Steinbildhauer und studierte ebenfalls an der Akademie der Bildenden Künste München. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Objektkunst. Die „Bausteine“ seiner Kunstwerke stammen vom Flohmarkt, vom Schrottplatz, vom Baumarkt oder aus dem Haushalt. Diese unterschiedlichsten Gegenstände bringt er in einen Kontext. Durch die Verbindung mit einem anderen „Baustein“ oder einer entsprechenden Be- oder Verarbeitung ergibt sich eine völlig andere Deutung. Ausrangiert und in eine neue Umgebung gestellt, erhalten scheinbar wertlose oder überflüssig gewordenen Dinge einen neuen Sinn, ein zweites Leben. Die zum Teil auf den ersten Blick willkürlich erscheinenden Kombinationen geben bei näherer Betrachtung oft eine verblüffende Aussage preis, die den Betrachter überrascht und in den Bann zieht. Zudem ist es dem Künstler wichtig, mit seiner Arbeit das Wesen der Dinge zu hinterfragen, sie auf eine neue Ebene zu heben und zusätzliche Perspektiven offenzulegen.
Im Dialog der Arbeiten von Angela Stauber und Guido Weggenmann entsteht ein Spannungsbogen, der zu Diskussion und Meditation gleichermaßen einlädt Cornelia Ahrens