Stimmung und Lichteinfall wahrnehmen und erkunden

von Redaktion

Fotokünstler Martin Weiand stellt Wasser-Bilder bei den Rosenheimer Stadtwerken aus

Rosenheim – Vom Verwaltungsgebäude der Rosenheimer Stadtwerke am Mühlbachbogen genießt man als Besucher einen wunderbaren Blick auf die Alpenkette, aber auch auf die innerstädtische Wasserlandschaft mit ihrem nahen Bachlauf.

Der Rosenheimer Fotokünstler Martin Weiand eröffnete aktuell auf Basis der Kooperation von Stadtwerken und Städtischer Galerie seine Ausstellung „Wasser Werke“. Bei der Vernissage entlockte ihm Galerieleiterin Monika Hauser einige Aussagen zu seiner Arbeitsweise und zur künstlerischen Positionierung. „Ich will gestalten“, konstatierte Weiand eingangs, das reine realistische Abfotografieren gehe ihm nicht weit genug.

So habe er schon mit manuellem Werfen von Wasser und Funkauslöser experimentiert, um die Dynamik des Elements einzufangen. Gerne sei er schon frühmorgens unterwegs, um beispielsweise wie am Rheinfall Stimmung und Lichteinfall ohne andere Besucher wahrzunehmen und zu erkunden. An manchen Orten sei er mehrmals gewesen, um weiter in die Spezialitäten einzudringen, allein viermal war er zum Fotografieren an den Krimmler Wasserfällen. Weiand überarbeitet seine Bilder zwar, aber nicht durch Montagen oder Zusammenfügungen. „Wasser ist kantig“ mit einer sechseckigen chemischen Struktur und Kristallform, daran möchte er immer wieder erinnern. Auf die Frage von Monika Hauser zum Arbeiten in und um Rosenheim gestand Weiand, dass er hier sehr gute Bedingungen vorfinde, denn die Region sei „sehr wässrig“. Allein im Stadtgebiet gebe es viele Bachläufe und rund achtzig Brücken. „Ich bin ein Handwerker, der mit der Technik umgehen kann. Aber ich lasse mich auch von der Kunst inspirieren“, so Weiand, der auch im Kunstverein Rosenheim aktiv ist. Beim Rundgang faszinieren die großformatigen Aufnahmen mit viel Wasserdynamik, sei es mächtige Brandung oder spielerisches Herausspringen einzelner Tropfen aus einem Verbund. Ein Wasser-Band mäandert durch die Stockwerke. Ein kleiner Höhepunkt ist ein Video: Darin tänzelt ein bunter Ball auf dem Wildwasser des Inns an der Kastenauer Staustufe, entdeckt durch genaues Hinschauen in der Umgebung.

Die Ausstellung „Wasser Werke“ am Mühlbachbogen 5 dauert noch mehrere Monate an und ist im Rahmen von Führungen zu besichtigen (Termine werden noch bekannt gegeben). Einzelbesucher können während der normalen Bürozeiten bei „Marketing“ klingeln und werden dann eingelassen. Andreas Friedrich

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