Abschiedsvorstellung im Foyer 33

von Redaktion

Rosenheimer Pop-Up-Galerie präsentiert die Gruppenausstellung „Salon Final“

Rosenheim – Nach 20 Monaten Galerie- und sonstiger Kulturtätigkeit mit Konzerten und Performances muss – ebenso wie das benachbarte „Affekt“ – das „Foyer 33“ Ende Juni wegen beginnender Bautätigkeiten am Gebäudekomplex den Betrieb einstellen.

Zum Abschluss zeigen Cècile Pierrot, Josef Hamberger und Team nochmal eine Gruppenausstellung unter dem Titel „Salon Final“. Interessante Werke von Künstlern aus dem engeren Kreis sind zu sehen, mit einigen Kontrasten und einem optischen Knaller im Untergeschoss, dem geheimnisvollen „Tresorraum“.

Skurriler
Charme

Josef Hambergers Skulpturen verleihen dem Ambiente einen skurrilen Charme, beginnend mit dem baumelnden „Dein Traum“ im Eingangsbereich, während am Boden eine seltsame Amöbe („Parasit“) lauert.

Die Musikerin und studierte Bildhauerin Leonie Felle steuerte ästhetisch-dekorative Gebilde aus Mixmaterialien mit dem Titel „Verstimmte Harmonie“ bei. Deren dezentes Erscheinungsbild wird kontrastiert von den knalligen Motiven im Großformat von „LIMARE“. Menschliche Wesen in Gelb, Blau und Rot scheinen sich in einer Fantasielandschaft im Urzustand zu bewegen, ein Bild zeigt eine einfühlsame Szene des Trostes. Auch Katharina Obermaier stellt mit vielen bunten Farben Lebewesen in einer phantasiereichen Umgebung dar, auf kindliche Weise lassen einen diese Wimmelbilder erstaunen und schmunzeln. Sehr fein wirken die Collagen von Franziska Eslami, die einen zentralen Bereich an der großen Wand einnehmen. Deren Reize liegen in filigran dargestellten Details, die sich bei Betrachtung aus kurzem Abstand erschließen. Peter Puschs Frottagen, also durch Bleistift auf Papier aufgenommene Reliefstrukturen, fanden während der Ausstellungsbegehung Anklang bei einer Besucherin. Das bedeutet „roter Punkt“ ans Werk – verkauft!

Im Tresorraum eine Treppe tiefer noch der Knüller von Katharina Obermaier: das Großformat „Grand Opening“ zeigt einen turbulenten Zirkus mit vielen exotischen Tieren. Passend auch zum Musikstück „Zirkus Renz“, kürzlich mit Akkordeon dargeboten von Marinus Weidinger im „Le Pirate“. Der davor aufgetürmte „Scherbenhaufen“ von Josef Hamberger ist hoffentlich nicht symbolisch für die Zukunft des Foyer 33 gemeint, es soll ja grundsätzlich irgendwie an anderem Ort weitergehen.

Öffnungszeiten und Konzerte

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