Oberaudorf – Die Musikfilmtage Oberaudorf starten ihr Programm mit der britischen Produktion „The Ballad of Wallis Island“ und befinden sich in guter cineastischer Gesellschaft. Denn mit diesem Film eröffnete auch das Münchner Filmfest unter großem Prominentenauflauf, Anwesenheit vieler bekannter deutscher Schauspieler und nicht zuletzt Ministerpäsident Dr. Markus Söder und dem Münchner Vizebürgermeister Dominik Krause.
Der Film wurde im Januar beim Sundance Festival uraufgeführt und kam gut an beim Münchner Publikum. Die IMDB (International Movie Data Base) verzeichnet einen Wert von über sieben von zehn. Das Filmportal „Rotten Tomatoes“ verzeichnet gar 98 von 100 möglichen Punkten.
Der Cast kredenzt mit Carey Mulligan ein internationales Zugpferd, die Schauspielerin feierte an der Seite von Ryan Gosling im Thriller „Drive“ ihren Durchbruch. Die Handlung spielt auf einer kleinen Insel vor der Küste von Wales, wo der exzentrische Lottomillionär Charles Heath (gespielt von Tim Key) lebt. Er ist Fan des inzwischen getrennten Folk-Duos „McGywer Mortimer“ und lädt den Gitarristen Herb McGywer (Tom Basden) zu einem Privatkonzert auf die Insel ein, Gage: 300000 Dollar.
Was der frühere Folk-Star nicht weiß: Heath hat auch Herbs frühere Partnerin Nell Mortimer (Carey Mulligan) eingeladen, mit der er seit neun Jahren keinen Kontakt hatte. Sie kommt mit ihrem Mann Michael (Akemnji Ndifornyen).
Die männlichen Hauptdarsteller Key und Basden bilden ein bekanntes Comedy-Duo, sodass der Film von guten Running Gags, Wortspielereien, absurden Einfällen und lustiger Mimik bereichert wird. Gute Songs gibt es obendrein, die Musik stammt von Adem Ilhan, die Texte von Tom Basden. Gedreht wurde in Wales auf Ramsey Island in Pembrokeshire und unter anderem auch im Haus der Mutter von Filmregisseur James Griffiths. „The Ballad of Wallis Island“ wurde nominiert als Bester Britischer Film 2025, das Publikum in Oberaudorf darf also gespannt sein.
„The Ballad of Wallis Island“ läuft zur Eröffnung der Musikfilmtage Oberaudorf am Dienstag, 8. Juli, im Kursaal in Oberaudorf. Andreas Friedrich