Kolbermoor – Im Rahmen des „Kleinen Kultursommers“ des Kolbermoorer Kulturvereins Pizzicato ist morgen, Samstag, um 20 Uhr in der Pfarrkirche Heilig Dreifaltigkeit im musikalischen Dialog mit der Orgel ein besonderes Instrument zu erleben: der Zink. Dabei handelt es sich um ein historisches Blechblasinstrument, das seine Blütezeit im frühen 17. Jahrhundert hatte. Das chromatische Grifflochhorn wurde meist aus Holz, selten auch aus Elfenbein gefertigt. Nur im Deutschen trägt der Zink diesen Namen – im Englischen heißt er „cornet“, im Französischen „cornet“ und im Italienischen „cornetto“. Dass der Zink zu den Blechblasinstrumenten zählt, liegt daran, dass das Mundstück wie bei der Trompete kesselförmig ist und der Ton mit den vibrierenden Lippen des Spielers erzeugt wird. Martina Bulla gehört zu den wenigen Musikern, die heute noch auf diesem äußerst anspruchsvollen Instrument spielen können. Sie wird an der Orgel begleitet vom Bad Endorfer Kirchenmusiker Mark Ehlert.gfr