Bruckmühl – Eine neue Ausstellung mit Werken von Bernhard Betz und Klaus-Martin Treder wird am Sonntag, 7. September, um 11 Uhr in der Galerie Markt Bruckmühl eröffnet. Unter dem Titel „Pur“ zeigt die Galerie bis Samstag, 12. Oktober, Skulpturen von Bernhard Betz und Malerei von Klaus-Martin Treder. Die Einführungsrede hält die Kunsthistorikerin Dr. Sonja Klee.
Bernhard Betz, Jahrgang 1955, lebt und arbeitet in München. Er verarbeitet für seine Skulpturen Materialien aus dem normalen Lebensumfeld, die aber ausrangiert oder ausgemustert wurden, zum Beispiel Stühle, Gehstöcke, Musikinstrumente oder alte Möbel. Diese Gegenstände, denen ihre ursprüngliche Aufgabe entzogen wurde, verwandelt Betz zu Kunstwerken mit neuer Identität. „Ich zerstöre die gewesene Ordnung, führe sie ad absurdum, um etwas Neues zu schaffen, eine andere Ordnung, ein Kunstwerk“, beschreibt der Künstler seine Vorgehensweise. So entstehen Gebilde, die trotz ihrer Herkunft artistische Leichtigkeit und Beweglichkeit ausstrahlen“, sagt Betz über seine Vorgehensweise. Und so werden aus buchstäblich stocksteifen „Hacklstecka“ (Gehstöcken) und schweren Möbeln Gebilde, die artistische Beweglichkeit und Leichtigkeit suggerieren.
Klaus-Martin Treder, Jahrgang 1961, lebt und arbeitet in Berlin. Seine Arbeiten zeichnen sich durch die Verbindung von Bild, Objekt und Plakat aus. In seine Malerei, ob monochrom oder vielfarbig, bindet Treder Alltagsgegenstände wie Kaffeebohnen, Süßigkeiten oder Farbtuben ein, die den Farbverlauf beeinflussen und den Werken eine besondere Haptik verleihen.
Eine von ihm gestaltete Plakatserie wurde 2013 in die Sammlung der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin aufgenommen. Beide Künstler sind seit Jahrzehnten mit Ausstellungen im In- und Ausland präsent.
Cornelia Ahrens