Erl – Das heurige war das erste vollständige Jahresprogramm, das Jonas Kaufmann als Intendant der Tiroler Festspiele Erl verantwortete. Sie wurden eröffnet mit weihevoller Musik von Hans Pfitzner und Richard Wagner, nämlich mit dem Vorspiel zu den Opern „Palestrina“ und „Parsifal“, dazu kam das impressionistisch glitzernde „La Mer“ von Claude Debussy. Das Passionsspielhaus stand für Opern nicht zur Verfügung, weil es für die Passionsspiele gebraucht wurde. So gab es im modernen Festspielhaus meist konzertante Opernaufführungen wie das „Trio popolare“ von Verdi – nämlich „Rigoletto“, „La Traviata“ und „Il Trovatore“.
Jonas Kaufmann stand auch selber auf der Bühne in einer Inszenierung des „Parsifal“ sowie als Siegmund im ersten Akt von Wagners „Walküre“. Er wagte aber auch moderne Opern wie „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bartók zusammen mit „La Voix Humaine“ von Francis Poulenc mit der exzeptionellen Sopranistin Barbara Hannigan sowie „Picture a Day like this“ von George Benjamin. Dazu konnten sich auch junge Pianisten wie Lucas Debargue, Alexander Malofeev und Alexandra Dogan in Solo-Recitals präsentieren. rj