Bad Aibling – Was die Gründungsväter des Kunstvereins Aibling wohl dazu sagen würden, wenn sie vom 75-jährigen Bestehen des Vereins Kenntnis hätten? Soweit in die Zukunft konnten Professor Sepp Hilz, Leo von Welden, Willi Kreutzer und Heinrich Aigner nicht blicken, aber tatsächlich hat ihre Schöpfung nach etlichen Jahren auch den Schritt ins nächste Jahrhundert geschafft. Die ursprüngliche Idee von Sepp Hilz war, durch die Mitgliedsbeiträge Bilder von Künstlern zu erwerben – zur Erbauung der einen und zum wirtschaftlichen Nutzen der anderen. Seitdem hat der Kunstverein sein Engagement stark vergrößert. Nicht nur ein Programm von sieben bis neun Ausstellungen im Jahr gehört dazu, auch Konzerte und Vorträge finden im großen Raum des Feuerwehrgerätehauses statt. Zu Letzteren zählen die Veranstaltungen im Rahmen der Max-Mannheimer-Kulturtage. Für „Die lange Nacht der Musik“ öffnet der Kunstverein seine Türen ebenso wie für stadtrelevante Vorträge. Im Programm des Jubiläumsjahres 2025 befand sich auch die Ausstellung von Burkhart Braunbehrens mit den gekonnt dargestellten Politiker-Porträts, außerdem – selten gezeigt – die Sammlung des Kunstvereins aus der Anfangszeit und wieder eine Ausstellung, in der die Mitglieder unjuriert ihre Werke zeigen konnten. Ute Bößwetter