Der Geist der Heiligen Nacht

von Redaktion

„Stimmen der Berge“ berühren mit Ludwig Thomas Klassiker ihr Publikum in der Bruckmühler Pfarrkirche

Bruckmühl – Allerorts vielfach in der Weihnachtszeit dargeboten erfuhr Ludwig Thomas „Heilige Nacht“ durch den Auftritt der „Stimmen der Berge“ in der voll besetzten Bruckmühler Pfarrkirche Herz Jesu dank der besonderen Inszenierung einen interpretatorischen Höhepunkt: Die bekannte Gruppe „Stimmen der Berge“, deren Mitglied Daniel Hinterberger (Bariton, Geige, ehemaliger Solist im Tölzer Knabenchor) als Feldkirchen-Westerhamer gewissermaßen ein Heimspiel hatte, berührte durch ihr stimmiges Gesamtkonzept mit den einfühlsamen, reizvollen musikalischen Darbietungen, der passenden Lichtkonzeption und der darstellerischen Authentizität die Herzen der Zuschauer. Dabei begleiteten sich die Sänger, deren Riege Stephan Schlögl (Tenor, Akkordeon), Regisseur Thomas A. Gruber (Tenor, Piano, Gitarre, Musikarrangements), Christoph Friebe (als Gast: Bass) und Benjamin Grund (Tenor) komplettierte, bei ihrer feinsinnig zusammengestellten Liedauswahl selbst auf ihren Instrumenten. Benjamin Grund seinerseits fungierte in dem im „Lenggrieser Dialekt“ verfassten Werk als Erzähler und nahm die Zuschauer bei dem Konzert-Singspiel mit auf die Herbergssuche von Maria und Josef, indem er abwechselnd in die verschiedenen Rollen des Stücks schlüpfte und den einzelnen Charakteren eindrucksvoll Leben einhauchte.

Die Sänger selbst zeichneten sich bei Stücken wie „Es wird scho glei dumpa“ oder „Maria durch ein Dornwald ging“ durch ihre lupenreine Intonation, das punktuell eingesetzte zarte Piano und ihre dynamische Phrasierung aus. Den gelungenen Abschluss des umjubelten Abends bildete das gemeinsam mit den Zuschauern gesungene Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“. rhi

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