Beschwingte Klänge und beste Unterhaltung

von Redaktion

Neujahrskonzert der Grassauer Blechbläser im Kulturforum Klosterkirche

Traunstein Seit Wochen ausverkauft war das Kulturforum Klosterkirche für das Neujahrskonzert der Grassauer Blechbläser, die wieder zum Vergnügen aller Besucher mit einem Potpourri verschiedener Stücke und unterhaltsamer Geschichten ins neue Jahr führten. Über 300 Besucher lauschten den beschwingt inspirierten Klängen der Grassauer Bläser unter der Leitung von Wolfgang Diem, verstärkt durch abwechslungsreiches, nie aufdringliches Schlagzeug im Hintergrund von Michael Keul. Das Ensemble in seiner Originalbesetzung, bestehend aus einer Frau – Katharina Waldherr am Horn – und elf Männern spielten wieder völlig harmonisch zusammen.

Das Konzert begann mit drei Sätzen aus der „Abdelazer“ – Suite von Henry Purcell, die das Publikum sofort in ihren Bann zog. Das Programm war teils besinnlich, zum großen Teil aber temperamt- und schwungvoll ganz auf das neue Jahr ausgerichtet. Purcells Ouvertüre, Rondo und Air folgte „Ehre sei dir gesungen“ von Johann Sebastian Bach und das traditionelle „In Dulce Jubilo“ vor der turbulenten „Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eilenberg.

In der hervorragenden Akustik der Klosterkirche, kam der strahlende Klang der Trompeten von Peter Boschner, Matthias Linke, Konrad Müller und Rupert Schmidhuber, die Posauen von Wolfgang Diem, Bálint Garaczi, Tobias Spörlein und Johannes Schmuck, wie auch die weichen Töne der Tuba wunderbar zur Geltung. Das Horn spielte neben Katharina Waldherr auch Korbinian Kebinger.

Die Moderation lag in Händen von Hans Schmuck, der diesmal in einem Gespräch mit Wolfgang Diem unterhaltsame Erinnerungen aus den 45 Jahren Grassauer Blechbläser zum Besten gab, etwa als im Jahr 2000 beim Eröffnungskonzert der bayerischen Weihnacht mit den Münchner Philharmonikern vor 2.000 Zuhörern – durch das Stolpern eines Musikers Diems Alphorn auseinanderbrach.

Den sicheren Siegeszug der Grassauer Blechbläser konnte so etwas nicht aufhalten. Neben vielen anderen Stücken spielten die Grassauer auch Jan Koetsiers Stück „Grassauer Zweifacher“, den der berühmte niederländische Komponist den Grassauer Blechbläsern geschenkt hatte. Auch Auszüge aus der „Chiemsee-Dult“ von Hans Kröll waren zu hören.

Gegen Ende zu spielten die Grassauer nochmal den „Traunsteiner Salinenmarsch“: Elmar Walter hatte ihn eigens für das vergangene Jubiläumsjahr „650 Jahre Stadtjubiläum“ komponiert. Nach langen Beifallsstürmen war das wirklich letzte Stück der Ohrwurm „You raise me up“ von Brendan Graham.

Christiane Giesen

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