Rosenheim – Wer kennt sie nicht: „Fürstenfeld“, „Großvater“ und „Irgendwann bleib i dann dort“ sind Musikgeschichte pur. Von 1978 bis 2014 schrieb die Band S.T.S aus der Steiermark nicht nur diese Ohrwürmer, sondern viele weitere Hits.
Die Band „Auf A Wort“ aus dem Chiemgau gründete sich 2008 und spielte seither auf über 450 Konzerten das Repertoire des Trios Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz. Peter Schuster (Gitarre, Mundharmonika), Mathias Rasch (Gitarre) und Chris Huber (Gitarre, E-Gitarre) knüpfen nahtlos an den Sound und Charme der Österreicher an und zelebrieren Austro-Pop auf eine sehr authentische Art und Weise – so auch bei ihrem Konzert im wundervollen Ballhaus von Rosenheim.
Die Moderation ist launig humorvoll, mit einem Schuss Selbstironie, die Palette der Songs umfassend. Nicht weniger als 26 Hits werden den dankbaren Gästen an diesem Abend serviert und die zwei Zugaben gab es noch oben drauf. Langer Applaus und ein Publikum, dass es am Ende der Show nicht mehr auf den Plätzen hielt, waren das Ergebnis einer astreinen musikalischen Darbietung.
Das Trio Schuster/Rasch/ Huber wird ergänzt durch Martin Zunhammer, der am Keybord oder dem Akkordeon das Steirische herauskitzelt, Bernhard Schmied ist der Ruhepol am Bass und Robert Ertl zelebriert sein eindrucksvolles Können am Schlagzeug. Auch wenn Mathias Rasch der Meinung war, das Schlagzeug zerstöre so manchen Song – Ertl wusste das Gegenteil zu beweisen. Chapeau, die Herren.
Die Setlist liest sich wie eine Art Best of S.T.S., neben altbekannten Hits bestachen vor allem die Songs „Sinnlos, aber schön“ und „Ka Zeit mehr“ abgeholt, im zweiten Teil schaffte die Interpretation von „Das Boot ist voll“ aus dem Album „Volle Kraft“ eine positive Kraft und Wucht, die aufs Publikum übersprang.
Kurzum: Es gibt wenig Gründe die musikalische Abwesenheit von S.T.S. zu bedauern, seit die Burschen von „Auf A Wort“ diese Lücke charismatisch füllen, deren Liedgut bewahren und auf die Bühnen von Deutschland und Österreich bringen.
Ein Wiedersehen im Rosenheimer Ballsaal wird es beim Weihnachtskonzert von „Auf A Wort“ am Sonntag, 13. Dezember, geben. „Fürstenfeld“, „Großvater“, und „Irgendwann bleib i dann dort“ werden auch dann ein Teil der großartigen Musikgeschichte sein. Udo Kewitsch