Traunstein – Wenn uns der Alltag einholt, flüchten wir uns gedanklich an bessere Orte – „Sehnsuchtsorte“, das sind jene Orte, an denen man schon einmal glücklich war und das tiefe Gefühl hatte, „angekommen und angenommen“ zu sein. Vielleicht im Arm eines geliebten Menschen, auf dem Gipfel eines Berges, im bewegten Wasser inmitten eines Fischschwarms oder über den Wolken schwebend. Für die in Bergen lebende Künstlerin Judith Steinbacher sind es das Meer und die Berge, die sie magisch anziehen und seit ihrer frühen Kindheit ihre kreative Ader kitzeln. So wird ihre Ausstellung, die am Freitag, 30. Januar, um 15 Uhr in der Traunsteiner Galerie Fuchsgrube eröffnet wird, eben diesen Titel tragen. Ihre gelebte Sehnsucht bildet die gebürtige Chiemgauerin zeit ihres künstlerischen Schaffens in ihren Kunstwerken ab. „Die Natur, besonders Berge und Meere, mit ihren Farben und Stimmungen, Formen und Rhythmen, ihrer schier unendlichen Vielfalt und Schönheit, das ist Triebfeder meines Kunstschaffens und zugleich Ausdruck meines persönlichen Glücks“, bringt es Steinbacher auf den Punkt. Und, wer sich mehr als nur einen Moment gönnt, sich der intensiven Betrachtung ihrer Werke hinzugeben, dem spiegeln sie eben diese „natürlichen“ Qualitäten in satten Farben in Öl auf Leinwand wider: Etwa die Buntheit einer Blumenwiese, die sich kontrastreich vor einer sonnenbeschienenen Hügellandschaft abhebt, das tiefblaue Seewasser vor einer dunklen Bergsilhouette, die sich scherenschnittartig vor hellblauem Horizont abzeichnet oder ein bunter Wirbel aus unterschiedlichen Faltern auf ihrem Weg nach oben. Steinbachers Bilder öffnen Fantasieräume, laden zum Traumversinken ein und schenken dem Betrachter Farbkraft zum Schönfärben trister Wintertage. Die Ausstellung „Sehnsuchtsorte“ ist bis Ende Februar zu erleben: Öffnungszeiten sind Freitag und Samstag von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Telefon 0173/6955098. Kirsten Benekam