Kontrabassensemble verzaubert Publikum

von Redaktion

Studenten aus Salzburg überzeugen mit Brillanz und Geschwindigkeit bei Konzert in Prien

Prien – „Unglaublich, unvergesslich, beeindruckend!“ Mit diesen Worten verließ das begeisterte Publikum den Chiemseesaal nach dem Konzert „Bass-Art“ der Kontrabassklasse der Universität Mozarteum Salzburg. Auf Einladung der Musikschule Prien musizierten acht Kontrabassstudenten mit ihrer Professorin Christine Hoock in Prien. Am Klavier brillant begleitet wurden sie dabei von der Pianistin Mari Kato. Gleich zu Beginn des Konzerts fesselten die vier Kontrabassisten Pedro Carvalho, Yunhang Khee, Bilge Önel und Raphael Bauer das Publikum mit ihrem ausdrucksstarken und virtuosen Vortrag der „Suite for four Double Basses“ von Colin Brumby. Bereits hier konnte man erahnen, welch wunderbares Konzert einen noch erwartete. Mit ihren Solovorträgen stellten Veronika Lutz, Raphael Bauer, Irem Özyigit, Bilge Önel, Youngseo Oh, Pedro Carvalho und Yahsuan Chen eindrucksvoll unter Beweis, dass das Instrument Kontrabass nicht nur für die tiefen Töne in der Musik zuständig ist, sondern auch als Melodieinstrument in den höchsten Lagen verzaubern kann – allerdings nur, wenn das Instrument so meisterlich beherrscht wird wie von den angereisten Studenten.

Schwebende Melodien, zum Teil aus Flageoletttönen bestehend, elektrisierende Rhythmen und beeindruckende Virtuosität berührten das zahlreiche Publikum sehr. Mit dem „Konzert für vier Geigen senza Basso“ von Georg Philipp Telemann, welches Professorin Christine Hoock kurzerhand zu einem „Konzert für vier Kontrabässe senza Violini“ umarrangiert hatte, leiteten die Kontrabassstudenten zusammen mit ihrer Lehrerin dann das große Finale ein. Atemberaubende Virtuosität und perfekte Intonation in den höchsten Lagen ließen den Zuhörer glauben, dass dieses Konzertstück doch von Geigen und nicht von Kontrabässen vorgetragen wurde. Nach dem wunderbaren, von sechs Kontrabässen äußerst stimmungsvoll vorgetragenen „Abendlied“ von Josef Gabriel Rheinberger setzten dann alle acht Studenten zusammen mit ihrer Professorin Christine Hoock und der Korrepetitorin Mari Kato zum fantastischen „Schlussspurt“ an. Manch ein Zuhörer im Saal traute in diesem Moment wohl seinen Augen und Ohren nicht: Intonierte das neunköpfige Kontrabassensemble doch in unvorstellbarer Geschwindigkeit und gleichzeitiger Brillanz den berühmten „Hummelflug“ von Nikolai Rimski-Korsakov.

Kaum war der letzte Ton verklungen, brach tosender Applaus, durchsetzt mit zahlreichen Bravorufen, aus und zeugte von der Begeisterung und Dankbarkeit des Publikums, welches sich dadurch als Zugabe ein Da Capo des fantastischen „Hummelflugs“ erkämpfte. Gefühlt flogen beim zweiten Durchgang des Stückes die Hummeln sogar noch etwas schneller. Anita Berger

Artikel 6 von 8