Fokus auf Techno und Harder Styles

von Redaktion

Das Electrifinity-Festival in Bad Aibling kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Mit einem veränderten Konzept rückt die Musik wieder in den Mittelpunkt, weg von Chart-Stars und überdimensionierten Bühnen. Stattdessen liegt der Fokus auf den Genres Techno und Harder Styles.

Bad Aibling – Es war im Jahr 2017, als die Veranstalter zum ersten Mal zum „Electrifinity“ in Bad Aibling einluden. In der Fliegerhalle kamen zahlreiche Fans elektronischer Musik zum Feiern und Tanzen zusammen. Seitdem ist die Veranstaltung immer weiter gewachsen. Inzwischen findet das Festival nicht mehr nur in der Fliegerhalle statt, sondern auch im Außenbereich des Geländes. Und in diesem Jahr erwartet die Besucher die ein oder andere Neuerung.

Neue Köpfe mit
neuen Ideen im Team

Denn mit im Orga-Boot sitzen nun Marco Frei und Xaver Räpple. Die Organisatoren des „Kaltstart“-Festivals in Rosenheim, welches erstmals am 31. Januar in der Auerbräu-Festhalle stattfand, mischen jetzt auch beim „Electrifinity“ mit.

„Das ‚Electrifinity‘ wollte sich schon seit Längerem ein wenig verändern und Alleinstellungsmerkmale finden“, erzählt Frei im Gespräch mit dem OVB. Die Geschäftsführer des Festivals bleiben allerdings gleich. Frei und Räpple sind lediglich als Unterstützer für die Neuausrichtung mit im Team.

Gleichwertige Bühnen
statt „Mainstage“

Wohin es mit dem Festival gehen soll, wurde bereits in den sozialen Medien kommuniziert. Es wird beispielsweise keine „Mainstage“, also Hauptbühne, mehr geben, wie es auf vielen Festivals üblich ist. Stattdessen stehen zwei gleichwertige Bühnen auf dem Programm.

„Techno und Harder Styles sind für uns gleichwertige Kulturen“, heißt es in einem Statement auf Instagram. „Eine davon über die andere zu stellen, würde genau das reproduzieren, wovon wir uns lösen möchten: das Denken in ‚Hauptacts‘, ‚Nebenslots‘ und massentauglichen Momenten.“ Man wolle, dass die Besucher wegen der Musik kommen – „nicht wegen einer Bühne, die größer ist, als das, was dort gespielt wird“.

Man wolle wieder einen Schritt zurückgehen – nicht, was Liebe und Detail in der Gestaltung des Festivals angeht – sondern musikalisch, erklärt Frei. „Die ganze kommerzielle Entwicklung mit Pop-Chart-Bookings und großen ‚Mainstages‘ ist zwar schön und gut“, so Frei, „aber wir wollen bewusst die reine elektronische Musik in den Mittelpunkt setzen“.

Den Köpfen hinter dem „Electrifinity“ ist nach einer Besucher-Umfrage außerdem klar geworden, dass immer weniger Gäste klassische EDM (zu Deutsch: Electronic Dance Music) hören wollen. Viele Besucher würden sich bei der immer stärker werdenden Entwicklung in Richtung Kommerz, Pop und Chart-Bookings nicht mehr zu Hause fühlen, erklärt „Electrifinity“-Geschäftsführer Stephan Zeller. „Es wird immer nischiger“, ergänzt Frei. „Deshalb wollten wir einen Ort schaffen, an dem elektronische Musik wieder im Mittelpunkt steht als Kultur, als Gemeinschaft und als Safe-Space ohne künstliche Show, ohne VIP-Hierarchien und ohne überdimensionierte ‚Mainstages‘“, sagt Zeller.

Der Fokus soll demnach auf zwei Richtungen liegen: Techno und Harder Styles. Und die Rückkehr zu den Wurzeln des „Electrifinity“ soll sich auch im Line-up widerspiegeln, wie Frei erklärt. Gebucht werden etwa 50 Prozent internationale DJs und 50 Prozent lokale Künstler. Zusammenfassend: Das Festival wird in diesem Jahr „ein bisschen anders, aber trotzdem irgendwie gleich“. Gleich geblieben sind zudem die Ticketpreise, wie Frei erklärt. Bei den beiden Geschäftsführern, Stephan Zeller und Maximilian Zelles, ist die Vorfreude auf das Festival im „neuen-alten“ Gewand jedenfalls groß. „Am meisten freuen wir uns darauf, mit unserer Community ein Festival zu erleben, das wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt“, sagt Zeller.

Klare
musikalische Welten

Sie freuen sich auf zwei klare musikalische Welten mit einer Techno-Stage für Trance, Techno und Hardtechno sowie einer Harder-Styles-Stage für Uptempo, Hardcore, Frenchcore, Gabber und Hardstyle. „Ohne VIP-Bereiche, ohne ‚Mainstage‘ und ohne massentaugliche Chart-Bookings, dafür mit echter elektronischer Musik, fairen Preisen und einem Umfeld, in dem sich Menschen frei fühlen und die Kultur wieder im Mittelpunkt steht.“

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