60. Rosenheimer Hoagascht steht bevor

von Redaktion

Eine Institution im Kulturleben feiert am Sonntag, 15. März, Jubiläum

Rosenheim – Zum 60. Mal findet am Sonntag, 15. März, um 15 Uhr der Rosenheimer Hoagascht statt, früher bekannt unter Sänger- und Musikanten-Hoagarten. Die erste Veranstaltung fand Mitte der 60er-Jahre im großen Saal des katholischen Gesellenhauses statt. Der Organisator Sepp Maier, Musikant mit Leib und Seele, hatte diese Veranstaltung als Vorsitzender des Trachtenvereins ins Leben gerufen. Maier nutzte seine guten Kontakte zu Tobi Reiser, Wastl Fanderl und Annette Thoma. Sein Mitstreiter Franz Neuhauser führte den Rosenheimer Hoagascht unter dem Motto „Traditionell – Zünftig – Zeitlos“ weiter. Nachdem die Zuhörerschaft immer größer wurde, folgte in den Jahren darauf ein Umzug der Veranstaltung in die Doppelturnhalle Am Nörreut und anschließend in die Luitpoldhalle. Nach Fertigstellung der Stadthalle, dem heutigen Kuko, wird dieser Ort bis heute für die Durchführung der Veranstaltung genutzt. Franz Neuhauser leitete bis 1998 die Geschicke seines Hoagartn.

In dieser Zeit gab sich die Crème de la Crème der Volksmusikszene die Klinke in die Hand. Lisa Brunner, ein Mitglied von Franz Neuhausers „Grieser Hausmusi“, übernahm ab 1999 die musikalische Gestaltung des Hoagaschts, ehe sie den Leitungsstab 2012 an Monika Fackeldey, Gründerin der Happinger „Ruck Zuck Musi“, übergab. Immer ist mindestens eine vereinseigene Musikgruppe mit auf der Bühne. Bewusst wird auf eine Bewirtung verzichtet, wie es sonst bei anderen Hoagaschts üblich ist, sodass sich der Zuhörer ganz auf die Musik konzentrieren kann. Auch beim 60. Mal sind wieder Gruppen dabei, die das Publikum begeistern werden. Dafür hat das Organisationsteam um die Erste Vorsitzende Michaela Fuchs gesorgt. Als Gesangsgruppen konnten die „Chiemgauer Sänger“, „vier gstandene Mannsbilder“, und der „Oberstoaleitn Gsang“, bestehend aus drei Damen mit kräftigen, reinen Stimmen, gewonnen werden. Die etwas „stadere“ Fraktion übernimmt die „Gernbach Zithermusi“ aus der Willinger Gegend. Das Tanzbein lässt dann, trotz Fastenzeit, die „Oberlauser Tanzlmusi“ zucken und vom veranstaltenden Verein ist die „Stamm I Ziachmusi“ dabei. Durch das Programm führt Siamak Golshani, ein Vollblutmusiker und von Kindheit an Mitglied des Vereins. Der Trachtenverein Rosenheim I Stamm freut sich auf zahlreiche Besucher, um diesem Jubiläum einen würdigen Rahmen zu verleihen. Karten gibt es im Kuko. rj

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