Ein starker Anker für die Volksmusik in der Region

von Redaktion

Aus der Volksmusikpflege Förderverein zieht bei der Jahresversammlung eine eindrucksvolle Bilanz für 2025

Bruckmühl – In der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Volksmusik Oberbayern im gut besuchten Bürgersaal am Stammsitz in Bruckmühl präsentierte der Vorstand eine eindrucksvolle Bilanz seiner vielfältigen Aktivitäten im zurückliegenden Jahr.

In unglaublichen 153 Veranstaltungen von Moritaten- und Bänkelsänger-Auftritten auf Straßen und Plätzen, über Singstunden für Alt und Jung unter dem Motto „Natürlich selber singen“, die Pflege alter Bräuche wie das Klöpflgehen oder Sternsingen, die Aktion „Weihnachtslieder Selber Singen“, bis zu den Abendveranstaltungen „Wissen Volksmusik“ reicht die Palette, mit der der Förderverein in ganz Oberbayern unterwegs ist, um Volksmusik in der breiten Bevölkerung lebendig sein zu lassen. Hinzu kommen Feldforschungen bei musikalischen Gewährsleuten zum „Immateriellen Kulturerbe“ unserer Heimat, der Aufbau einer kleinen Fachbibliothek, die Trägerschaft der „Volksmusik-Zeitung“, Beratung der Sänger und Musikanten, volksmusikalische Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften, Radiosendungen, Hilfen bei Gema-Problemen und die Unterstützung der Kreisheimat- und Volksmusikpfleger in der Fläche.

Infolge der veränderten Schwerpunktsetzung des „Zentrums für Volksmusik, Literatur & Popularmusik“ (ZeMuLi), dem ehemaligen „Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern“, ist der Förderverein Volksmusik Oberbayern zu einem unverzichtbaren Anker für alle an der Volksmusikpflege Interessierten geworden. Erfreulich ist laut Vorsitzendem Ernst Schusser, dass sich mit der Volksmusikpflege im ZeMuLi inzwischen eine konstruktive Zusammenarbeit entwickelt habe. So führte der Förderverein 2025 immerhin 13 Veranstaltungen im Auftrag und Kooperation mit dem Bezirk gegen Aufwandsentschädigung durch. Auch mit dem neuen Volksmusikpfleger des Bezirks, Bernhard Kohlhauf ist der Förderverein um eine gedeihliche Zusammenarbeit bemüht.

Besondere Höhepunkte der wie immer mit Musikstücken und gemeinsam gesungenen Liedern umrahmten Jahreshauptversammlung waren die Übergabe der bei den Sternsingeraktionen gesammelten Spenden in Höhe von mehr als 1.500 Euro an den Bruckmühler Bürgermeister Richard Richter zur Verwendung für Bedürftige in der Gemeinde und die Ehrung von Hans Irger aus Wörnsmühl. Unter dem Motto „Bemerkenswert“ möchte der Förderverein auf die „stillen Arbeiter im Land“ aufmerksam machen, die die lokale und regionale Volksmusikszene bereichern. Als Leiter verschiedener Chöre, Referent oder Stückl- und Satzschreiber hat sich Hans Irger große Verdienste in der Volksmusikszene erworben, wie die Laudatoren Martina und Martin Prochazka und Petra Kleinschwärzer eindrucksvoll darlegten.

Ebenso beeindruckend waren die weiteren Berichte. So berichtete Eva Bruckner über die Arbeit in Arbeitskreisen und Fortbildungen in der Reihe „Das geistliche Volkslied das Jahr hindurch“ sowie die Mitwirkung bei mehr als 20 Andachten oder anderen religiösen Veranstaltungen. Claudia Harlacher informierte über die Freischaltung und die Inhalte der neuen Homepage unter der Adresse www.foerderverein-volksmusik.de, ehe Vorsitzender Ernst Schusser einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten im Jahr 2026 gab und sich bei den vielen fleißigen Helfern und Unterstützern des Vereins bedankte.

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