Vielfältige künstlerische Positionen

von Redaktion

Künstlerkreis Neubeuern zeigt erste Gemeinschaftsausstellung des Jahres 2026 in der Galerie am Markt

Neubeuern – Es sind immer vorwiegend die Künstler, die Licht und Helligkeit in eine verunsicherte Welt bringen. Genau das gelingt den Mitgliedern des Künstlerkreises Neubeuern in ihrer ersten Gemeinschaftsausstellung in diesem Jahr.

Auch wenn es durch eine „Sturmflut“ „Gebrochene Flügel“ gibt (Christa Ulmer-Thurn, Mischtechnik), gibt es mehrere Möglichkeiten, den dadurch entstehenden „Stimmungen“ zu entgehen. Man kann wie Dorothee Henrich zuerst mit einem „Schwarzen Gesicht“ reagieren, aber dann wieder positiv mit dem „Gelben Gesicht“ sehen, dass der „Flügel“ wieder heilt (Gouache, Ölkreide). Oder wie Veronika Berndt neue „Pathways“ suchen (Acryl). Marianne Heinrich, ein neues Mitglied des Künstlerkreises, taucht lieber in die „Unterwasserwelt“ ab, während Maresa Jung alles in „Non-Stop-Vorbeifahr-Bildern“ fotografisch festhält.

Hans Heibl sucht sich Licht und Helligkeit am „Hafen von Nafplio“ in Griechenland und in „Stagnio di Capras“ in Sardinien, fährt dann weiter zur „Hagia Sophia“ in Istanbul und landet am Ende in einer „Gasse in Marrakesch“ (Aquarelle“). Auch Fotograf Klaus Rünagl holt sich sein Licht in „Morano Calabro“ in Kalabrien, in „Pacentro“ in den Abruzzen und in „Modica“ auf Sizilien.

Dr. Paul Jancso stellt fest, dass durch „Abende am See“ durchaus „Heimatgefühle“ (Fine-Art-Giclée-Druck) entstehen. Auch Alexandra Fradl findet, dass sich durch „Wolkenstimmungen“ am Meer, am Morgen im Norden und am Abend (Aquarelle) positive Schwingungen entwickeln. Elisabeth Strasser braucht dafür nur in einem „Kleinen Gartenstückchen“ ihre „Tag- und Nachtschatten“ (Aquarelle) betrachten.

Ingrid Steiner sieht beim „Warten auf die Frühlingssonne“ „Magnolienzweige“ und „Spiegelungen“ (Collage mit Leinwänden) und findet dabei „Zeit für Neues“ (Nagellack) und Ulrike Kirchner freut sich über das „Frühlingsgelb“ (Gouache, Ölkreide). Bri Oppel beobachtet die „Entfaltung“ der Pflanzen auf dem „Fruchtboden“ (Gouache, Wachskreide, Papier).

Regina Marmaglio hat durch den „Blick vom Schneibstein“ (Linde, Farbe) das ganze Geschehen im Blick, während Therese Austermann „Auf Augenhöhe“ (Mixed-Media auf Pappwabenplatten) auf die „Würde des Kindes“ (Seidencollage auf Leinwand) achtet.

Bei Corinna Muttray, ebenfalls ein neues Mitglied des Künstlerkreises, beobachtet „Madame Orange (Acryl auf Leinwand) den „Tanz der jungen Frauen“ (Radierung) und den „Tanz mit dem Tiger“ (Draht mit Klebeband). Siglinde Berndt sieht sich das alles in einem „Kaleidoskop“ (Pigment, Acryl, Leinwand) mit Sabine Klis in einer „Blauen Stunde“ (Öl auf Leinwand) an. Ist das nun eine „Illusion“ (Öl, Leinwand) wie Jutta Mayr glaubt, oder hat es Alexa Lea Aharabian-Rief „Nur geträumt“ (Acryl, Draht)?

Die Ausstellung ist noch bis zum 19. April und dann wieder vom 1. bis 10. Mai zu sehen, freitags von 18 bis 20 Uhr, samstags von 14 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 19 Uhr. Erika Riedl