Rosenheim/Kolbermoor – Wenn man in Kolbermoor über Musik spricht, fällt auch heute noch oft der Name Lenz Weber. In Kolbermoor geboren, verbrachte er dort seine Kindheit. Aufgewachsen am Kolbermoorer Friedhof, mit seiner Mutter Hilde, seinen zwei Brüdern und seinem Vater, dem „Weber Sigg“, dem ehemaligen Totengräber. Dort wurden seine Interessen gefördert: die Musik sowie der Sport. Im Herrenbereich spielte er für den TSV 1860 Rosenheim in der Bayernliga und er war ein begnadeter Skifahrer. Am 27. April jährt sich sein Todestag zum 20. Mal.
Lenz Weber war leidenschaftlicher Jazzer. Einer, der seine Musik nicht in den Vordergrund stellte, sondern sie entstehen ließ – im Moment, im Zusammenspiel mit anderen. Sein Saxofon war dabei Ausdruck von Gefühl, von Ruhe und innerer Haltung. In Erinnerung blieb nicht nur sein musikalisches Können, sondern vor allem seine bodenständige und aufmerksame Art. Als Bezirkskaminkehrermeister in Miesbach war er ebenso geschätzt wie im musikalischen Umfeld.
Auch 20 Jahre nach seinem Tod ist die Erinnerung an ihn lebendig geblieben. Am Montag, 27. April, wird sie hörbar. Im „Le Pirate“ in Rosenheim kommen ab 19 Uhr Freunde, Wegbegleiter und Musiker zusammen, die mit Lenz Weber verbunden waren, unter ihnen Richard Prechtl, die Band „Sugar Daddy“ sowie zahlreiche weitere Musiker aus der Region. Neben vorbereiteten Stücken ist auch eine Jam-Session geplant – ganz im Sinne Webers, für den Musik immer Begegnung war.