Feierabendkonzerte am Salzstadl

von Redaktion

Interview mit Fabian Mägel

Rosenheim – Für ein neues Format in Rosenheim ist am Mittwoch, 20. Mai, Startschuss – dann gibt es „Feierabendkonzerte“ am Salzstadl vor der Stadtbibliothek. Protagonist ist der 1988 geborene Musiker Fabian Mägel, eigentlich studierter Maschinenbauer. Als Quereinsteiger in der Musikbranche schreibt und produziert er hauptberuflich Songs für andere Künstler und lehrt Songwriting als Coach und an der School of Audio Engineering (SAE) München. Seit vergangenem Jahr hat er wieder ein eigenes Solo-Projekt: „Fabi Maegel“.

Am Salzstadl wird es dieses Jahr erstmals eine Serie Feierabendkonzerte geben – was ist die Idee ?

Ich liebe es, wenn irgendwo in einer Stadt etwas Musikalisches passiert. Man schlendert durch die Straßen oder ist eigentlich gerade in Eile – und hinter der nächsten Straßenecke findet plötzlich ein kleines Konzert statt, das einen in den Bann zieht und den Tag verschönert. Ohne Eintritt, als Angebot für alle, und wem es gefällt, kann eine Spende geben. So ein Erlebnis wollte ich schon immer einmal selbst organisieren. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass es so etwas in Rosenheim noch nicht gibt. Dieses Jahr ist ein Test, um zu sehen, ob das Konzept denn gefällt und sich allein durch Spenden auch finanziell tragen kann. Ab nächstem Jahr sollen die Feierabendkonzerte dann als Plattform für Rosenheimer Nachwuchskünstler ausgebaut werden.

Und wie kam es organisatorisch dazu?

Ich bin mit der Idee im vergangenen November auf die Stadtbibliothek zugegangen. Die Mitarbeiter dort waren super nett und hilfreich und haben mich darin bestärkt, das zu organisieren. Neben einem privaten Sponsor fördert außerdem die Stadt Rosenheim ebenfalls die Konzerte, sodass wir dieses Jahr zehn Feierabendkonzerte jeweils von 18 bis 19 Uhr anbieten können: am 20. Mai, 3. und 17. Juni, 1., 15. und 29. Juli, 5. und 19. August sowie 16. und 30. September.

Du warst viel als Straßenmusiker unterwegs und spielst an einigen Terminen selbst – wie beschreibst Du Deinen Musikstil?

Selbstironischer Deutschpop? Oder wie eine never ending Quarter-Life-Crisis? In der Vergangenheit waren meine Lieder eher schwer und tiefgründig, aber das passt zu meinem Wesen auf der Bühne eigentlich gar nicht. Ich lache gern und mag es, wenn ich die Menschen damit anstecken kann. Also mache ich mittlerweile Lieder, in denen ich mich und die Welt nicht mehr ganz so ernst nehme.

Was würdest Du sagen, ist das Wesen der Straßenmusik und wie unterscheidet sie sich von einem Auftritt drinnen?

Auf der Straße ist 120 Prozent Präsenz gefragt und man hat keinerlei Equipment, hinter dem man sich „verstecken“ kann. Wenn man mit dem Herz und Kopf mal gerade nicht komplett im Moment ist, verfängt es nicht und die Leute gehen weiter. Ich rate jedem Musiker, auf die Straße zu gehen, da lernt man, wirklich Menschen von sich zu überzeugen und man lernt nette Obdachlose kennen.

Welche Acts stehen noch im Programm der Feierabendkonzerte?

Bisher sind die Plätze für andere Acts noch frei. Ich bin bereits im Gespräch mit anderen Rosenheimer Künstlern. Trotzdem darf sich jeder gerne bei mir melden, der selbst auftreten will. Andreas Friedrich

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