Prien – Unter dem Titel „Starke Frauen“ zeigt das Museum Prien eine Sonderausstellung zum Werk zweier großer Chiemgauer Künstlerinnen. Hermine Tomanek (1923 bis 1995) und Marianne Lüdicke (1919 bis 2012) zählen, jeweils auf ihre eigene Weise, zu den herausragenden weiblichen Talenten der Künstlerlandschaft Chiemsee. Von beiden besitzt die Marktgemeinde Prien die künstlerischen Nachlässe.
Erstmals seit 1996 wird nun ein Querschnitt durch das Werk der Grafikerin und Malerin Hermine Tomanek mit den Skulpturen der deutschlandweit bekannten Bildhauerin Marianne Lüdicke, die zu Lebzeiten befreundet waren, zusammengeführt. Beide Künstlerinnen waren ab 1966 Mitglied der Künstlergruppe Prien, sowie des Priener Kalenderkreises. Zu der Retrospektive gesellt sich im ersten Stock des Museums in einer Studioausstellung, anlässlich ihres 85. Geburtstags, die Künstlerin Sylvia Roubaud mit ihren farbintensiven, abstrakten Arbeiten. Die 1941 in München geborene Malerin ist als Enkelin des Schlachtenmalers Franz von Roubaud dem Chiemgau auf das Engste verbunden. Seit einigen Jahren lebt sie in Prien. Die Ausstellungen dauern bis 5. Juli und sind täglich außer Montag von 13 bis 17 Uhr zu sehen.