Festivalbeiträge aus ganz Bayern

von Redaktion

Jubiläumsausgabe der Wasserburger Theatertage mit zehntägigem Programm

Wasserburg – Der Startschuss für die 20. Wasserburger Theatertage ist am Donnerstag, 18. Juni, am Theater Wasserburg. Auch die Jubiläumsausgabe des zehntägigen Festivals eröffnet Schauspieler Udo Samel mit einer Lesung: unter dem Titel „Die Wenigen und die Vielen“ liest Udo Samel Texte von Hans Sahl. Wie auch schon in den vergangenen Jahren bringt Udo Samel einen renommierten Künstler mit. In diesem Jahr darf man sich auf Stefan Litwin am Piano freuen, der Werke von Schönberg, Eisler, Strawinsky und eigene Kompositionen zum Besten geben wird. Die Eröffnung beginnt um 19 Uhr. Tags darauf ist mit dem Metropoltheater eines der, wenn nicht das bekannteste, Privattheater der bayerischen Privattheaterlandschaft zu Gast: „Michael Kohlhaas“ ist eine Inszenierung des Metropol-Leiters Jochen Schölch.

Die Abgründe
von Macht und Moral

Die Bühnenfassung der Kleistschen Novelle entfaltet sich wie ein düsterer Ritt durch die Abgründe von Moral und Macht. Am Samstag steht dann mit „Entglitten“ eine Produktion von Spiel.Werk Ansbach auf dem Programm. Lukas Aue erzählt in einer Verbindung von zeitgenössischem Zirkus und Theater eine Geschichte der Hoffnung. Als Preisträger vergangener Theatertage dürfte das Spiel.Werk den Besuchern nicht unbekannt sein. Am Sonntag ist eine freie Produktion von Ursula Berlinghof (Schauspielerin), Linda Sollacher (Bühnenbildnerin) und Regisseurin Cornelia Maschner auf der Bühne des Theater Wasserburg zu erleben. „The Rich Eat“ ist ein Monolog über Macht, Geld und eine Torte aus der Feder von Cornelia Maschner. Das Elle Kollektiv vom Ammersee zeigt sich am Montag, 22. Juni, erstmals bei den Wasserburger Theatertagen mit „Discofox im Dachsbau“, einem Abend, dem Franz Kafkas Erzählung „Der Bau“ zugrunde liegt. Zu erwarten ist eine interdisziplinäre Tanz- und Theater-Performance mit Livemusik die sich mit der Frage befasst, wie wir als Individuen mit einem immer hitziger und radikaler werdenden Stimmungsgefüge aus Misstrauen, Angst und Gewaltausbrüchen umgehen sollen. Am Dienstag, 23. Juni, kommt der Festivalbeitrag vom Teamtheater Tankstelle: „Axiom“ nach dem gleichnamigen Film von Jöns Jönsson. Er konfrontiert uns mit der Frage nach „wahrer Identität“ und dem modernen Ideal des sich ständig neu erfindenden Menschen. Regie führt Phi-lipp Jeschek. Am Mittwoch ist das Spagat Theater zu Gast: „Blutbuch“ erzählt von Identität, familiären Verstrickungen und gesellschaftlichen Normen.

Florentina Tautus Inszenierung erzählt diese Adaption des Romans von Kim de L´Horizon als kraftvollen Monolog, verkörpert von der Schauspielerin Lucy Wirth.

„Giesing Mountain“ aus der Feder von Regisseur Stefan Kastner ist eine abstruse Komödie über die fiktive Historie Giesings, die am Hofspielhaus München schon Kultstatus erreicht hat. Zu sehen bei den Wasserburger Theatertagen ist „Giesing Mountain“ am Donnerstag, 25. Juni.

Am darauffolgenden Freitag ist das Theater für die Jugend aus Burghausen – nicht zum ersten Mal – beim Treffen der bayerischen Privattheater zu Gast. „Die große Freiheit“ nennt Mario Eick, der auch Regie führt, seine rasante und sehr schwarze Komödie rund um den Diktator Alfred Hetzlaff.

Ebenfalls kein Neuling bei den Wasserburger Theatertagen ist das „Theater … und so fort“: „Falsch“, so der Titel des diesjährigen Festivalbeitrags. Heiko Dietz inszeniert Lot Vekemans fesselnden Krimi über Schuld, Vertrauen und die Unmöglichkeit, eindeutig zwischen richtig und falsch zu unterscheiden, der am Samstag, 27. Juni, zu sehen ist.

Am zehnten und letzten Abend ist die Gewinnerproduktion des Publikumspreises des Vorjahres, „Gott des Gemetzels“, in bayerischer Sprache zu sehen.

Preis des
Publikums

Im Anschluss daran wird der Publikumspreis der Jubiläums-Theatertage verliehen, der zu gleichen Teilen vom Landkreis Rosenheim und dem Förderverein des Theater Wasserburg gestiftet wird. Schirmherr des Treffens der bayerischen Privattheater ist auch in diesem Jahr wieder der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume.

Das gesamte Programm ist, ebenso wie Karten, online unter theaterwasserburg.de zu bekommen. Zum Kartenkauf stehen auch die Vorverkaufsstellen Versandprofi Gartner und TouristInfo in Wasserburg, Foto Flamm in Haag, TicketZentrum Rosenheim sowie allen Vorverkaufsstellen von Inn-Salzach-Ticket bereit. Die Theaterbar hat jeweils ab zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltungen geöffnet und freut sich auf Festivalgäste.

Das Programm im Überblick

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