Kulturförderverein verwandelt Ölberg in Zentrum des zeitgenössischen Jazz

von Redaktion

Rosenheimer Jazzfest von Donnerstag, 18. Juni, bis Samstag, 20. Juni, präsentiert sechs Formationen mit großer stilistischer Breite

Rosenheim – Rosenheim darf sich auch 2026 wieder auf einen musikalisches Höhepunkt freuen: Vom Donnerstag, 18., bis Samstag, 20. Juni, verwandelt der Kulturförderverein Le Pirate den Ölberg neben der Nikolauskirche in ein Zentrum des zeitgenössischen Jazz. Das Rosenheimer Jazzfest präsentiert sechs Formationen, die die stilistische Vielfalt des Genres eindrucksvoll widerspiegeln – von experimentell bis traditionell, von groovig bis lyrisch.

Spielbeginn ist jeweils um 18 Uhr. Bei schlechtem Wetter finden die Konzerte im Clublokal Le Pirate statt. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um Spenden „in den Hut“ gebeten, um die Kosten zu decken.

Den Auftakt macht Severin Rauchs Leg Transporter. Mit einer Mischung aus modernem Jazz, rhythmischer Raffinesse, Afrobeat-Grooves und Indie-Sounds eröffnet die Gruppe das Festival mit einem kraftvollen Statement. Im Anschluss steht das Titilayo Adedokun Quartett auf der Bühne. Ihre Musik verbindet Jazz mit Soul, Gospel und afrikanischen Einflüssen. Titilayos Stimme voller Ausdruckskraft kommt mit einem sehr lebendigen Blues- und Gospelprogramm, das schon im vergangenen Jahr das Publikum begeisterte.

Für den zweiten Tag haben sich in der Band Mangold junge Musiker zusammengefunden, die den Gästen des „Le Pirate“ bekannt sind durch ihre regelmäßigen Auftritte in den Jam Sessions. Erst kamen sie als Einsteiger und mittlerweils studieren sie alle an der Jazzschool München.

Danach übernimmt Yellow Fleet, eine Band, die für ihren druckvollen, grooveorientierten Sound steht. Mit Einflüssen aus Funk, Dub und elektronischen Texturen bringen sie frischen, urbanen Beat-Jazz ins Programm. Am Abschlusstag trifft Tradition auf Moderne: Tenor Council widmet sich dem klassischen Tenorsaxofon-Sound und lässt die große Ära der Saxofon-Battles wieder aufleben – kraftvoll, swingend und voller Spielfreude.

Die beiden Saxofonisten transportieren das Erbe der großen Swing- und Hard-Bop-Tenoristen höchst individuell in die Gegenwart. Begleitet werden sie vom fulminanten Trio um den Pianisten Claus Raible.

Den finalen Höhepunkt setzt das Jesse-Davis-Quartett. Der Saxofonist Jesse Davis zählt weltweit zu den markantesten Saxofonisten des modernen StraightAhead-Jazz. Davis, einer der bekanntesten Altsaxofonisten seiner Generation, steht für tief verwurzelten Hardbop, virtuose Linien und eine Bühnenpräsenz, die Jazzliebhaber wie Neueinsteiger gleichermaßen fesselt.

Mit dieser stilistisch breit gefächerten Auswahl zeigt das Rosenheimer Jazzfest 2026 erneut, wie lebendig, vielfältig und überraschend Jazz heute klingen kann. Weitere Informationen sind verfügbar unter jazzfest-rosenheim.de und lepirate-rosenheim.de.

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